Freitag, 25. November 2016

WG-Geschichten VII

Ein Sturm zieht auf. Mia Angersbach und Sofia Vierling fragten Christian Schindler nach einem besonderen Erlebnis in seiner Zeit am WG

Im Januar 2007 befand ich mich mit der Skilanglauf-AG im Trainingslager in Oderbrück. Die Witterungslage war leider so, dass wir keinen Schnee hatten und uns auf der „grünen Wiese“ vergnügen mussten. Im Laufe der Woche bemerkten wir, dass es immer etwas windiger wurde, aber da dies für den Oberharz ein eher typisches Wetterphänomen ist, schenkten wir ihm keine besondere Beachtung.
Am Morgen des 18. Januars hörte ich dann im Radio die Meldung, dass das Orkantief Kyrill sich auf Norddeutschland zu bewege, und für den Nachmittag und die Abendstunden wurden erhebliche Sturmböen vorhergesagt, auch der Oberharz sei davon betroffen und man solle die Gipfelregionen der Mittelgebirge meiden.
Mit meinem begleitenden Kollegen, Herrn Gründel, beriet ich mich in dieser Sache, was nun zu tun sei, als ein Bus aus Braunschweig vor der Skihütte hielt. „Okay, da denkt jemand an uns und wir werden abgeholt,“ dachten wir. Leider nicht, der Bus war für die Gaußschule geschickt worden, die ihre Schüler evakuierte.
Daraufhin versuchte ich am frühen Nachmittag jemanden in unserer Schule zu erreichen, was jedoch nicht klappte.
Christian Schindler: das ruhige Auge im Orkan.
Zu dieser Zeit meldete das Radio, dass die Zufahrtsstraßen im Oberharz aufgrund von bereits umgestürzten Bäumen und den bevorstehenden Orkanböen gesperrt seien, außerdem sei der Katastrophenalarm ausgerufen worden, und man wurde aufgefordert, sich von Waldgebieten und aus der Nähe großer Bäumen fernzuhalten.
Wenn man Oderbrück und die Eintrachthütte kennt (mitten im Wald, umringt von ca. 30 Meter hohen Fichten) - dann fühlten wir uns doch spätestens jetzt  irgendwie angesprochen.
Also rief ich die Polizei an und wollte wissen, wer uns hier rausholt bzw. wie wir uns nun zu verhalten hätten. Die Antwort war kurz und knapp - eh schon alles zu spät, wir kommen nicht mehr raus, alle im Haus bleiben.
Mittlerweile hatten auch die Schüler mitbekommen, dass die Situation durchaus ernst war. Herr Gründel und ich verboten, vor die Tür zu gehen. Die Tatsache, dass die Hütte in unmittelbarer Nähe von großen Bäumen umringt ist, ließ uns beide diskutieren, ob man nicht die beiden Zimmer im Dachgeschoss räumen sollte, falls einer der Bäume auf das Haus kippen würde. Auch überlegten wir, welches der sicherste Platz in der Hütte sei, und wiesen die Schüler ohne weitere Erklärung an, die Kellerräume aufzuräumen. Der Gedanke war, dort notfalls ein Bettenlager zu errichten, was wir den Schülern jedoch nicht mitteilten.
Nach dem Abendbrot saßen die Schüler bei Gesellschaftsspielen zusammen und versuchten, sich die Zeit zu vertreiben und sich abzulenken. Mit den Oberstufenschülern war abgesprochen, dass sie aufgeteilt in den Zimmern der jüngeren schlafen sollten, um diese falls nötig zu beruhigen.
Wir verfolgten die Nachrichten am Radio, da es einen Fernseher damals in der Hütte noch nicht gab. Im Laufe des Abends wurde der Sturm immer heftiger, und gegen halb elf fiel der Strom aus!
Kein Licht, kein Radio! Wir gingen auf die Suche nach Kerzen und Zündhölzern. Zum Glück hatte eine Schülerin ein batteriebetriebenes Radio dabei , so dass wir die Nachrichten wieder verfolgen konnten.
Im Laufe dieses Abends und des folgenden Morgens bemerkten wir jedoch recht schnell, wie wichtig der Strom für uns war. So fiel ohne Strom die Heizung aus, und wir brauchten Decken, warme Jacken. Dann wurde uns klar, dass die Telefonanlage ebenfalls am Strom hing und sich mit ziemlicher Sicherheit die Eltern am nächsten Morgen melden würden, um sich nach unserem Befinden zu erkundigen.
So verbrachten wir den Rest der Nacht am Radio bei Kerzenschein in der Hütte. Die Schüler, welche nicht schlafen konnten, saßen mit uns im Aufenthaltsraum spielten Karten oder man erzählte sich bei Kerzenschein, eingehüllt in Decken, irgendwelche Anekdoten und Geschichten.
Am nächsten Morgen, es war gegen 6 Uhr, machte ich mich dann auf den Weg Richtung Achtermann, um dort Handyempfang zu bekommen, und unterrichtete unsere Schulsekretärin Frau Reineke, dass wir alle wohlauf die Nacht und Kyrill überstanden hatten.
Irgendwann gegen 10 Uhr hatten wir dann auch wieder Strom und wir konnten uns endlich einen Kaffee kochen, den wir wirklich brauchten.
Eine Nacht, über die ich heute noch oft mit den damaligen Schülerinnen und Schülern spreche, wenn man sich trifft.
Übrigens, als wir am nächsten Morgen vor die Hütte traten, sahen wir sie: zwei ca. 20 m hohe Fichten, ca. 15 m von der Hütte entfernt und umgestürzt. Zum Glück in Richtung des Waldes gekippt.


Foto:  Svenja Willenborg (2013), http://www.wilhelm-gym.de/berichte/2013/jtfo-skilanglauf/index.html

Dienstag, 8. November 2016

Hansekogge

Glücksfund. Ole Hinrichsen befragt Dr. Mike Belasus, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Schiffahrtsmuseum, zur Bremer Kogge

Wann und wo haben Sie die Hansekogge gefunden?
Die sogenannte „Bremer Kogge“ wurde am 9. Oktober 1962 bei Baggerarbeiten in der Weser in Bremen gefunden.

Wie lange hat die Restaurierung gedauert?
Die Konservierung dauerte von 1982 bis 2000.

Wie viele Schiffe haben Sie insgesamt im Museum?
Viele Schiffe unterschiedlicher Art und Zeitstellung. Die genaue Zahl ist mir nicht bekannt.



In welcher Abteilung steht die Hansekogge?
Wir haben in diesem Museum keine Räume. Das Museum ist ein einziger Raum in unterschiedlichen Ebenen, die mit Treppen und Fahrstühlen zu erreichen sind. Türen gibt es nicht. Die Halle, in der die „Bremer-Kogge“ steht, wird „Koggehalle“ genannt.

Wie alt ist die Hansekogge ungefähr? Und wie konnte man das Alter bestimmen?
Das Holz für das Schiff wurde wahrscheinlich im Winter 1378/79 geschlagen. Das Schiff wurde dann vermutlich 1379 oder 1380 fertiggestellt. Somit ist das Schiff etwa 637 Jahre alt.

Haben Sie sich gefreut, als Ihr Team die Hansekogge gefunden hat?
Das Bremer Schiff ist ein Fund, der nicht von Mitarbeitern des Deutschen Schiffahrtsmuseums gemacht wurde. 1962 gab es das Deutsche Schifffahrtsmuseum noch nicht. Es wurde erst 1975 eröffnet. Damals wurde der Fund von Mitarbeitern des Bremer Focke-Museums geborgen. Wir hier im Deutschen Schiffahrtsmuseum sind aber sehr glücklich darüber, dass das Schiff gefunden wurde und viele Wissenschaftler in der ganzen Welt auch, denn es handelt sich beim Bremer Schiff um das bisher am besten erhaltene spätmittelalterliche Handelsschiff in Nordwest-Europa.



In welchem Zustand war die Hansekogge als Sie, sie gefunden haben?
Das Schiff war bei seinem Fund in einem sehr guten Zustand. Es fehlten nur wenige Teile. So ist die Steuerbordseite (rechts) komplett erhalten. Auch die hinteren Aufbauten, dass sogenannte Kastell, ist erhalten, wie auch ein querliegendes „Batspill“ und ein senkrechtes „Gangspill“, Winden, um das Tauwerk des Schiffes zu bewegen, Anker zu lichten usw. Für die Bergung musste das Schiff jedoch in seine Einzelteile zerlegt werden, da man es sonst nicht bewegen konnte.

Wie wurde die Hansekogge restauriert?
Das Schiff wurde zunächst von einem Bootsbauer in der „Koggehalle“ wieder zusammengebaut. Dann baute man einen großen Konservierungstank um das Schiff herum. Das Schiff, dessen Holzzellen während der langen Lagerung im Sand Weser schon stark zerfallen waren, wurde dann mit einer Mischung aus Kunstwachs (Polyethylenglycol, PEG) getränkt. Der Kunstwachs ersetzte so langsam das Wasser in den kaputten Holzzellen. Die Konzentration von Kunstharz im Wasser wurde stetig erhöht, bis genug davon in den Hölzern war, um diese zu stabilisieren. Dann wurde das Schiff über eine längere Zeit getrocknet.


Wie sah die Hansekogge aus, als Sie und Ihr Team sie gefunden haben?
Die Mitarbeiter des Focke-Museums, die den Fundplatz 1962 zuerst untersuchten haben am Anfang nur Teile des Schiffes sehen können, da es zum größten Teil noch im Sand steckte. Erst später konnte man erkennen, wie gut das Schiff tatsächlich erhalten war.



Bilder:
ww2.dsm.museum
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=218748


Samstag, 29. Oktober 2016

Manga AG

Manga ist kein Kinderkram! Justina Dai und Valea Elß im Gespräch mit Chantal May, Leiterin der Manga AG

Mangas der AG-Mitglieder Niklas Kretzschmar ...
Wie fühlt es sich an, eine Leiterin zu sein?
Es macht Spaß, anderen mein eigenes Hobby vorzustellen. Man kann dabei Verantwortung und Erfahrung übernehmen. Außerdem würde ich gerne Lehramt studieren, und ich glaube, dass ich als Leiterin einer AG schon einmal ein bisschen reinschnuppern kann.

Was fasziniert dich an Mangas?
Man taucht dort in eine komplett neue Welt ein und kann dann mit den Charakteren mitfiebern! Die „echte“ Welt, finde ich dagegen, kann da leider nicht mithalten.

Was kann man in der Manga-AG machen?
Naja ..., man lernt, Mangafiguren zu zeichnen, oder sich mit anderen „Mangafreaks“ austauschen. Vielleicht gucken wir als Abschluss wir noch einen Anime.

Warum lohnt es sich, in die Manga-AG zu kommen?
Wir sind nett! Und unsere Atmosphäre ist „einigermaßen“ leise – wirklich! Man kann sich dort, wie schon gesagt, über Mangas austauschen.

Wie viele sind zurzeit in der Manga-AG?
Für eine AG sind wir schon ziemlich viele. Ich glaube 17.

Für wen ist die Manga-AG? Wer kann da mitmachen?
Theoretisch kann hier jeder mitmachen, alle, die eben Interesse haben. Es ist egal, aus welcher Klasse, Hauptsache, es sind nette, respektvolle Leute.

... Irem Tas und ...
Du hast doch bei Walk'n Art das Werbeplakat designed. Wie bist du darauf gekommen?
Nicht ich bin darauf gekommen, sondern mein Kunstlehrer. Er hatte mich gefragt, ob ich gerne das Werbeplakat designen möchte, und ich war sofort Feuer und Flamme. Es gab halt Regeln, was abgebildet werden sollte. Aber insgesamt gesehen, konnte ich sehr frei sein.

Wie lange dauert es, so ein Bild fertigzustellen?
Ach, das ist sehr unterschiedlich. Für manche, wie zum Beispiel das Werbeplakat, habe ich mit Schulzeit ungefähr zwei Tage gebraucht. Für andere aber nur zwei Stunden.

Was braucht man, um so ein Bild zu malen?
Hm … Stifte, Papier, Radiergummi und auf jeden Fall eine kreative Idee!

Wenn du für einen Tag eine Mangafigur sein könntest, welche wärest du?
Das ist schwer … Aber ich möchte unbedingt eine Protagonistin sein. Vielleicht die aus „Supernatural“.


Warst du schon einmal in Japan?
Noch nicht, aber es ist einer meiner großen Träume, einmal dorthin zu reisen und mich umzusehen. Ich würde unbedingt das japanische Essen probieren, denn das ist sehr lecker! Außerdem würde ich in das Butler Café gehen und natürlich einen japanischen Manga kaufen.

Soll dein Beruf einmal etwas mit Mangas zu tun haben?
Als Kunstlehrerin würde ich auch Mangas durchnehmen, wenn man das darf. Vielleicht würde ich auch Synchronsprecherin für Mangas werden.

Leakadziya (Lola) Tsiufayeva.
Wann hast du damit angefangen, Mangas zu zeichnen, und wie bist du auf dieses Hobby gekommen?
In der Stadtbücherei fand ich vor über drei Jahren einige Manga-Bücher, die ich ansprechend fand. In den Sommerferien traf ich eine Freundin, die auch gerade angefangen hatte, sich für Mangas zu interessieren. Ich las eine Manga-Buchreihe, die ich von ihr auslieh. So war mein Interesse geweckt.

Hast du ein Vorbild? Wenn ja, welches?
Ich habe sogar drei Vorbilder: Mayu Sakai, Kayoru und Anna Tanemura. Ihr Stil und ihre Geschichten sind einfach schön!

Machst du auch manchmal Cosplay? Was macht dir daran am meisten Spaß?
Ja, das mache ich, allerdings als erfundener Charakter. Und ich mache es echt gerne, weil man eine andere Person verkörpern kann und sich in diese Person hineinversetzen kann. Man kann sozusagen für einen Tag jemand anders sein.



Wo hast du gelernt, Mangas zu zeichnen?
Teils habe ich es mir selbst beigebracht oder mir Tipps aus dem Internet geholt. Aus Büchern habe ich auch viel gelernt und in der alten Manga-AG habe ich ebenfalls Erfahrungen gesammelt.

Etwas, das du der Öffentlichkeit schon immer einmal sagen wolltest?
Etwas, das ich schon immer einmal der Öffentlichkeit mitteilen wollte … Manga ist kein Kinderkram! So!





Freitag, 21. Oktober 2016

Witze

Kissen weg. Witze, zusammengestellt und illustriert von Lena Geller


Ein leidenschaftlicher Angler geht Eisfischen. Als er ein Loch in die Eisfläche geschlagen hat, ertönt eine Stimme: „Hier gibt es keine Fische!“
Der Mann geht weiter, klopft ein neues Loch ins Eis. Wieder ist die Stimme zu hören: „Hier gibt es keine Fische!“
Beim dritten Mal hebt der Mann die Angel zum Himmel und fragt: „Bist du es, o Herr. „ Darauf die Stimme: „Nein, ich bin nur der Platzwart vom Eisstadion.“


Ich hatte einen Traum, dass ich ein riesiges Brötchen aß. Als ich aufwachte, war das Kissen weg.

Gehen zwei Eskimos nach Hause. Fragt der eine den anderen: „Wo ist eigentlich dein Iglu?“ Erschreckt der andere: „Oh nein, ich hab‘ das Bügeleisen angelassen!“

Freitag, 30. September 2016

Willkommensfest 2016

Sommer, Sonne, Crêpes und Cocktails. Über das diesjährige Willkommensfest berichten Mia-Josie Angersbach und Lennart Wiljes.

Am 26. August 2016 fand das Willkommensfest für die 5. Klassen statt. Es wurde von den 6. Klassen und den 7. Klassen veranstaltet. Sie bauten Stände auf, an denen man Waffeln, Melonenstücke oder Getränke kaufen oder Spiele wie Sackhüpfen, Dosenwerfen oder Pedalo spielen konnte. Wir haben ein paar Leute befragt, wie ihnen das Fest gefällt.

Was hat dir/Ihnen am besten gefallen?

Kenne Münch, 6e: Das Glücksrad und dass das Fest lustig ist.
Katrin, Mutter eines Schülers aus der 5d: Der Stand mit den Waffeln und Melonen, weil er schön dekoriert war.
Tim Messner 5d: der Cocktailstand.
Herr Gemmer, Lehrer: das gute Wetter und der Cocktailstand.
Judith, Mutter 5a: Parcour, weil meine Tochter dabei so viel Spaß hatte.
Bea, Mutter 5c: der Cocktailstand, weil die Cocktails lecker sind.
Janin Martens, 12 Jahre alt: Ich mag den Cocktailstand am liebsten, weil es einfach mega warm und deswegen erfrischend ist.
Antonia Hübner, 9 Jahre alt: Ich mag bisher den Crêpestand am meisten, da ich bisher bei keinem anderen Stand war.
Lilly Knape, 11 Jahre alt: Ich mag den Crêpestand am meisten, da ich Crêpes gerne mag.

Was hat Ihnen nicht so gut gefallen?
Katrin, Mutter eines Schülers aus der 5d: Die langen Wartezeiten.













Fotos: Lennart Wiljes


Freitag, 17. Juni 2016

Frau Rödel geht

Die Welt von oben betrachten. Anke Rödel geht nach 34 Jahren WG in Pension – Kübra Arnitali hätte da noch ein paar Fragen

Wie lange sind Sie am WG?
Seit 1982. Schon seit 34 Jahren.

Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?
Ja, es war auch früher mein Traum. Schon als ich noch in eurem jetzigen Alter war, wusste ich, dass Lehrerin werden wollte. Nur die genaue Fachrichtung wusste ich noch nicht.

In welchen Jahrgängen unterrichten Sie am liebsten? Warum?
Am liebsten unterrichte ich in der Oberstufe beziehungsweise in den Jahrgängen von zehn bis zwölf. Die Schüler können sich dann im Fach Philosophie besser beteiligen und besser argumentieren, da sie mehr Lebenserfahrungen haben, auf die sie zurückgreifen können

Was glauben Sie, war Ihr größter Erfolg beziehungsweise Ihre schönste Erkenntnis am WG?
Als meinen größten Erfolg nehme ich wahr, dass ich mich in den 90-er Jahren für die Ganztagsschule eingesetzt habe und das erste Konzept dafür geschrieben habe und das WG seit 1997 offene Ganztagsschule ist; also jetzt schon seit fast zwanzig Jahren.
Meine schönste Erkenntnis besteht darin, dass intensive Gespräche mit den Schüler/innen viele Lebens- und Sinnfragen betreffen, und ich hoffe, dass ich in diesen Gesprächen bestimmte Wertvorstellungen überzeugend darstellen konnte, die die Schüler/innen möglicherweise bewegt haben.

Haben Sie den Auftrag der Schulfinanzen gerne übernommen?
Eigentlich bin ich in diese Aufgabe „hineingerutscht“.
Aber in der Rückschau war es eine spannende Aufgabe, denn ich konnte viele Entscheidungen mit beeinflussen und durch viele Anschaffungen Gutes für die Schule bewirken. Anfangs ging es ja nur um die Beschaffung von zusätzlichen Unterrichtsmaterialien; später dann auch um Anschaffungen von Möbeln, technischen Geräten usw. und später dann sogar um Gelder für Verträge mit außerschulischen Fachleuten, die uns zum Beispiel im Bereich der Arbeitsgemeinschaften unterstützen.

Sie verlassen bald das WG und haben vieles ins Positive verändert. Haben Sie noch andere Absichten für Ihre Zukunft?
Ich will noch gerne reisen und möglichst viel von der Welt entdecken. Ich freue mich darauf, weniger Stress zu haben, meine Zeit freier einteilen zu können und nicht mehr so früh aufstehen zu müssen.

Was werden Sie am meisten an der Schule vermissen?
Ich werde definitiv das gemeinsame Arbeiten mit den Schülern vermissen.

Womit beschäftigen Sie sich gerne in Ihrer Freizeit?
Ich verbringe gerne Zeit in meinem Garten und mag die Gartenarbeit, ich lese gerne und hoffentlich werde ich bald Zeit haben, wieder Klavier zu spielen.

Dürften Sie eine Zeitreise durchführen, ginge die Zeitreise in die Vergangenheit oder Zukunft?
Die Zeitreise ginge in die Zukunft, um zu sehen, wie sich die Schule entwickelt und verändert hat.


Hätten Sie die Fähigkeit, ein Tier zu sein, welches wären Sie und warum?
Ich wäre am liebsten ein Vogel, um die Welt von oben zu betrachten und die Menschen mit meinem Gesang zu beeindrucken.

Fotos: Redaktion

Sonntag, 12. Juni 2016

Ohne Worte: Frau Alimy

Mariam Alimy kam 2015 nach Braunschweig. Aus Hannover. Dort wurde sie 1987 geboren. Dort studierte sie. Dort machte sie ihr Referendariat. Dann kam sie in die Fremde: ins blaugelbe Harzvorland. Allerdings nicht ganz unerfahren, was Auslandsaufenthalte angeht. Ein halbes Jahr in den USA: Texas. Ein Jahr in London. Dort versuchte sie unter anderem, in einem Callcenter den Leuten Küchen aufzuschwatzen. Irgendwo musste das Geld fürs College herkommen. Die Kunden rächten sich manchmal durch Auflegen. Nach dieser abrupt beendeten Karriere in der freien Wirtschaft war Mariam Alimy auch als wissenschaftliche Hilfskraft an der Uni Hannover tätig. Die Entscheidung für Braunschweig war dann nach dem Referendariat „spontan“. Sie hat es bisher nicht bereut, wenngleich ihr in der zweiten Woche am Bahnhof das Fahrrad geklaut und kurz darauf am Auto der Außenspiegel abgefahren wurde. In der Schule drohen weniger Gefahren. Von einem Interview ohne Worte einmal abgesehen.


Wie gefällt Ihnen die Schule?
















Wie würden Sie aussehen, wenn Sie eine Arbeit vergessen hätten?















Wie würden Sie schauen, wenn Ihr Tablet kaputt wäre?

















Wie würden Sie schauen, wenn Ihre Haare nicht sitzen würden?
















Wie würden Sie aussehen, wenn Sie eine Millionen Euro gewinnen würden?
Wie sehen Sie am liebsten aus?














 Wie finden Sie den Fußballverein Eintracht Braunschweig?


Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?










Wie gefällt Ihnen die Stadt Braunschweig?













Fragen: Ridvan Kahveci und Jan-Marten Kleine-Besten
Fotos: Redaktion


Griechisches Theater

Janina Haeßer als Eurydike
„Komm heute Nacht, ich habe dir ein Angebot zu machen“. Justina Dai und Valea Elß zur Aufführung von „Orpheus in der Unterwelt“ der AG Griechisches Theater

Orpheus und Eurydike sind gerade frisch verheiratet. Doch jemand stört schon fünf Stunden nach der Hochzeit das Eheglück: Hades, der Gott der Unterwelt, der Eurydike unbedingt für sich beanspruchen möchte.
Er erscheint der frischverheirateten Frau erst als Stimme, die nur sie hören kann, und später, als sie allein ist, in Menschengestalt. „Komm heute Nacht […], ich habe dir ein Angebot zu machen“, raunt er ihr zu und verschwindet wieder. Erschrocken erzählt Eurydike ihrem Orpheus von Hades. Dieser will ihr zuerst nicht glauben. Als er jedoch sieht, dass Eurydike es anscheinend ernst meint, rät er seiner Frau davon ab, sich das Angebot überhaupt anzuhören. Doch diese missachtet die Warnungen ihres Mannes und kommt zum vereinbarten Treffpunkt, wo sie prompt von Hades in die Unterwelt entführt wird. Jetzt müssen Orpheus und Helena sich in die Unterwelt aufmachen, aus der noch nie jemand lebend wieder herausgekommen ist. Und es kommt auf jede einzelne Sekunde an, denn Hades hat vor, Eurydike in einem schmerzhaften Ritual zu seiner Dienerin zu machen.

Jonas Day als Orpheus
Am Eingang zur Unterwelt treffen die beiden unerwartet auf den germanischen Halbgott Loki, der voller Überraschungen steckt und sie oft mithilfe seiner Zauberkräfte aus kniffligen Situationen befreit. Während die drei durch die Unterwelt reisen, treffen sie auf eine reizbare Fährfrau namens Chare, den Geist Kassandra und den Dämonen Medea. Hades bemerkt jedoch die Eindringlinge, und als diese bei ihm und Eurydike angekommen sind, unterbreitet er ihnen ein Angebot: Sie dürfen mit Eurydike aus der Unterwelt fliehen, wenn sie es schaffen, diese während der gesamten Reise nicht einmal anzusehen. Loki jedoch tötet er, aus Angst vor dessen Macht. Später kommt heraus, dass Loki aufgrund seiner Unsterblichkeit gar nicht tot ist und sich schwört, Hades zu vernichten. Auf der Rückreise treffen Orpheus, Helena und Eurydike wieder auf Kassandra und Medea, die Helena dazu bringen, sich nach Eurydike umzudrehen. Schon kommt Hades und entführt Eurydike erneut. Orpheus ist sauer auf Helena und macht sich auf zurück zu Hades, um sich selbst als Diener anzubieten. Inzwischen hat der Gott der Unterwelt schon mit dem Ritual begonnen. Am Ende der Aufführung schaffen es Orpheus und Eurydike, zusammen mit Helena aus der Unterwelt zu entfliehen. Hades beschließt die Aufführung mit einem lustigen Ende: Von nun an wird er wohl ohne Eurydike leben müssen. Ein bisschen offen blieb das Ende allerdings auch, denn ob Loki Hades wirklich irgendwann vernichtet hat, wurde nicht gezeigt.
Leonhard Meschter (Hades) schnappt sich Eurydike
Besonders Hades, gespielt von Leonard Meschter, stach mit seinen schauspielerischen Leistungen hervor. Sein besonderes Merkmal war die obszöne Zungenbewegung, mit der seine Gier verdeutlicht werden sollte. Zudem hat Leonard Meschter das Stück selbst geschrieben, aber die antike Geschichte umgeschrieben: Eingefügt sind beispielsweise aktuelle Schimpfwörter der Jugend („Scheiße“) und Loki aus den Avenger-Filmen. Dieses lockern das Stück nicht nur auf, sie brachten zudem sogar das Publikum zum Lachen. Besonders verkörpert wurden die lustigen Szenen von der Dämonin Medea, gespielt von Dunja Fest, die einiges an Schauspielerfahrung mitbringt, was sich an ihrem selbstsicheren Auftreten und ihrer Überzeugungskraft zeigte: schon am Anfang, als sie lautstark das Publikum ermahnte, die „Zauberspiegel“ (Handys) und „Blitze“ (bei Fotoaufnahmen) zu unterlassen.
Chor-Gesang und Klavierstücke, zum Teil selbst komponiert, zum Teil aus dem Musical „Phantom der Oper“, unterstützen die Aufführung. Insgesamt wurden ernste Geschichte und Komik zugleich über die Bühne gebracht. Mit dem Stück nahm die AG sogar in der Brunsviga an der Schultheaterwoche teil. Das Publikum war begeistert!

Beteiligte
Orpheus: Jonas Day
Eurydike: Janina Haeßer
Hades: Leonard Meschter
Helena: Clara Brakebusch
Loki: Bente Gaumert
Chare: Deborah Diethelm
Kassandra: Elisabeth Hirschler
Medea: Dunja Fest
Chor: Lucia Kortemeier, Bastian Hartig, Johann Steifensand, Clara Brakebusch, Dunja Fest, Bente Gaumert, Elisabeth Hirschler
Spielleitung: Sören Conrad

Am Flügel: Jannis Osterburg
Technik: Simon Damm, Vincent Biemer, Isabell Pflug
Autor: Leonard Meschter


Fotos: Redaktion

Freitag, 3. Juni 2016

Mein erster Schultag


Mein erster Schultag am WG. Ein Erlebnisbericht von Franka Häußler
Als wir alle in der großen Aula saßen, wurden nacheinander unsere Namen aufgerufen. Schließlich wurde mein Name aufgerufen, und ich ging schüchtern zur Bühne. Dort sollte ich mich an den Rand der Bühne stellen. Als dann alle meine neuen Klassenkameraden auf der Bühne waren, wollte ich sie mir genau anschauen, leider kam es dazu nicht, denn unglücklicher Weise stolperte ich und fiel sozusagen von der Bühne. Hoffentlich nicht genau dann, als das Foto gemacht wurde, dachte ich (wie ich später aber feststellen musste, leider doch).
Einschulungsfeier der 5a (2014) mit Klassenlehrerin und Schulleiter
Auf dem Schulhof wurde uns dann nochmal vieles erklärt, ganz besonders die Mülltonen, damit wir auch ja nichts in den falschen Mülleimer werfen. In der Klasse durften wir uns dann einen Platz aussuchen, ich ergatterte einen Tisch neben meiner Freundin Iman, die ich aus den Ferien kannte. Einige meiner Mitschüler waren schon damit beschäftigt, ihre neuen Schulsachen auszupacken. Wo ich ein bisschen Panik bekam, weil meine Mutter meinte, ich bräuchte ihn heute noch nicht, und ihn so im Auto gelassen hatte. Als ich noch darüber nachdachte, was ich ohne meinen Schulranzen tun sollte, kam meine neue Klassenlehrerin herein, und in der Hand hatte sie MEINEN RANZEN, sie kam auf mich zu und fragte mich, ob er mir gehörte. Als ich meinen Ranzen dann bei mir hatte, begann der Unterricht, obwohl Unterricht, ich weiß ja nicht, denn der richtige Unterricht ging erst ein paar Tage später los.


Dienstag, 31. Mai 2016

Zukunftstag 2016

Eine Umfrage und ein Erlebnisbericht

Sinnvoll, aber kaum Bezug zum Berufswunsch. Justina Dai und Valea Elß befragten 142 Schüler der fünften und achten Klassen zu ihren Erfahrungen mit dem Zukunftstag

Wohin geht ihr?
Klasse 5
Klasse 8


Wie sinnvoll ist der Tag?
Klasse 5

Klasse 8
Einfluss auf den Berufswunsch?
Klasse 5
Klasse 8


Spannend. Jan-Marten Kleine-Besten über seine Erfahrungen im Bio-Markt

Der 24.5.2016 in Wolfsburg. Ich schwinge mich auf meinen Roller und fahre von meinen Großeltern aus ca. einen Kilometer zum Bio-Markt in Wolfsburg. Punkt 8:30 Uhr bin ich da, parke meine Roller und betrete den Bio-Mark Schäferische Scheune in Wolfsburg. Freundlich werde ich von der Mitarbeiterin Frau Schubert empfangen. Sie gibt mir eine passende Arbeitsausrüstung. Anschließend führt sie mich zur Käseteke, wo ich in alles eingewiesen werde. Es ist ein besonderer Tag. Alle Käse müssen neu eingepackt werden. Ich darf auch selbst Hand anlegen: Käse auspacken und neu einpacken. Zwei Stunden lang. Dann lege ich wie alle Miterbeiter eine 15-minütige Pause ein. Danach geht es noch einmal eine Stunde an der Käsetheke weiter.
Am Ende holt mich wieder Frau Schubert wieder ab und zeigt mir noch den ganzen Laden. Zuerst das Lager, was ganz schön groß war. Anschließend noch die Pfandabgabestelle, wo sie mir erklärt, wieso die großen Discounter oft keine Pfandflaschen haben: Es würde nämlich viel Geld kosten, die Mitarbeiter in der Getränkerückabe zu bezahlen. Danach der Gemüsebereich.
Damit endete leider schon mein spannender Zukunftstag 2016. Ich gab noch meine Arbeitskleidung ab und bedankte mich.
Mir persönlich hat der Zukunftstag sehr gefallen. Ich finde, mir wurde alles sehr gut und genau erklärt. So konnte ich viele Fragen klären und habe viel Neues erfahren. Ich persönlich kann nur empfehlen, den Zukunftstag im Bio-Markt Schäferische Scheune in Wolfsburg-Fallersleben zu machen.



Mein erstes Jahr am WG I


Der erste Schultag oder Die heilige Pizza. Iman Sibai

Hallo, mein Name ist Iman Sibai, ich gehe in die 6a und wurde 2014 auf dem Wilhelm-Gymnasium eingeschult. Alle meine Freunde gingen auf andere Schulen, deswegen war ich total aufgeregt. Ob ich wohl neue Freunde finde, nette Lehrer und Mitschüler habe, über diese Frage dachte ich sehr lange nach …
Heute bin ich froh darüber, dass ich mich für das WG entschieden habe: Meine Klasse ist nett, meine Klassenlehrerin sehr lustig, das Essen in der Mensa ist ,,hervorragend“ – und jeden Tag passiert etwas Lustiges! Meine interessantesten Erlebnisse stelle ich hier vor.

Unsere Autorin Iman Sibai
Gleich nach dem Gottesdienst in der Kirche ging ich mit meinen Eltern und meiner Oma rüber zur Aula im Haupthaus. Die Aula war sehr groß, größer als die in meiner alten Schule. Ich hoffte sooooo sehr, dass ich in die 5a käme, weil ich auch schon in der Grundschule in die A-Klasse ging. Aber bevor ich erfahren konnte, in welche Klasse ich komme, sang der Schulchor uns etwas vor. Welches Lied es war, weiß ich nicht mehr, weil ich hochkonzentiert die Namen auf dem Portal an der rechten Seite der Aula anstarren musste (ich weiß auch nicht mehr warum, aber lustig waren die schon, zum Beispiel O. Pömpel).
Endlich stand der Direktor der Schule, Herr Thamm van Balen, vorne, begrüßte alle und sagte die Namen auf, die in die neue 5a einer gewissen Frau Huhn kommen sollten. Ich war sehr aufgeregt und freute mich sehr, als Herr Thamm van Balen meinen Namen sagte! Ich ging nach vorne, Herr Thamm van Balen schüttelte meine Hand und sagte: ,,Herzlich willkommen!“ Ich sagte nichts, so nervös war ich. Meine Nervosität stand mir wohl im Gesicht geschrieben, denn er fügte noch hinzu. ,,Na, alles gut?“ ich nickte nur, und Herr Thamm van Balen ging weiter, um den anderen neuen Klassenkameraden auch alles Gute zu wünschen. Dann hatte Herr Thamm van Balen jedem die Hand gegeben und wir machten uns auf den Weg zur Außenstelle.
Mein neues Klassenzimmer war einfach zu finden: den Schuleingang rein, rechts abbiegen, dann links die Treppen hoch, dann nur noch links und schon waren wir – meine neuen Mitschüler und Mitschülerinnen, meine neue Klassenlehrerin Frau Huhn, meine neuen Patenschüler Paul Klie, Amin Amiraslanow und Leon Kluge und ich – da. Jeder durfte sich aussuchen, wo er sitzen wollte, also saß ich neben einer meiner neuen Mitschülerinnen, die ich schon aus den Ferien kannte. Ihr Name ist Franka. Während des ganzen Unterrichts mussten wir die ganze Zeit quatschen, sodass wir fast nichts mitbekamen. Als wir uns alle vorstellten (wir fanden heraus, dass es viele ,,Leseratten“ und ,,Musikanten“ in unserer Klasse gab), planten die Patenschüler, um die Schule besser kennenzulernen, eine Rallye, die sehr viel Spaß machte!

Imans Klasse: die 5a (2015)
Wie gesagt, meine neue Klasse war sehr nett und ruhig. Auch meine Klassenlehrerin Frau Huhn war dieser Meinung. Zumindest WAR: Irgendwann verwandelten sich Frau Huhns Worte ,,Also, so etwas habe ich noch nie erlebt! Wie leise ihr doch seid! Und gestritten habt ihr euch auch noch gar nicht!“ zu ,,Das halte ich nicht mehr aus! Ständig seid ihr am Quasseln! Wenn draußen irgendjemand rumschreit, wissen immer alle sofort, dass ihr das seid! Und ausgerechnet ich habe die lauteste Klasse erwischt!“
Das verstehe ich nicht. Frau Huhn müsste sich doch freuen, wenn wir uns so schnell einleben können!

Am ersten richtigen Schultag hatten wir erstmal Sport mit Herrn de Boer, Mathe mit Frau Niehues, unserer Klassenlehrerinvertreterin, und Englisch mit Frau Dohrn. Zum Glück waren alle Kinder da, doch nach der 5. Stunde, wo wir Englisch hatten, kam nach der Fünf-Minuten-Pause Frau Rottluff, die Sozialpädagogin, zu uns und erzählte, was sie an unserer Schule so macht. Plötzlich sagte jemand: ,,Taner fehlt!“ Er sprach ,,Taner“ noch nicht einmal aus, da kam die gesuchte Person schon durch die Tür. Aber er war nicht allein: In seiner Hand hielt er eine ganz normale Salami-Pizza von der Mensa, doch er tat so, als müsse er gerade auf einem samtroten Kissen die heilige Pizza zur Queen bringen (naja, heilig ist sie ja nicht, aber für Taner schon, weil er gern isst!). Frau Dohrn war entsetzt. Sie fragte: ,,Taner, wann willst du denn die Pizza essen?!“ Frau Rottluff verdrehte die Augen, während Taner versuchte, seine Pizza in seine Tasche zu stopfen, und meinte, als gäbe es natürlich keine bessere Lösung: ,,Nach der Stunde natürlich.“ ,,Aber dann ist die Pizza doch kalt!“ Da antwortete er lässig: ,,Ist mir doch egal, dann esse ich sie trotzdem. Dann ist sie halt kalt.“
Ehrlich gesagt, kann ich Taner verstehen, denn ich hatte früher in der Grundschule auch keine Kantine. Entweder, man hatte etwas zu Essen und zu Trinken mit, oder man musste warten, bis man von den Eltern die Brotbox vorbeigebracht bekam. Nicht mal einen Joghurt oder einen Kakao konnte man kaufen. Heute kann man wenigstens, wenn man gerade anfängt, erbärmlich zu verhungern, in der Kantine einen Donut mit rosa Zuckerguss bestellen!


Sonntag, 29. Mai 2016

Mottotage 2016


Mehr oder weniger verrückt. Justina Dai und Valea Elß befragten 39 Schüler des 12. Jahrgangs zu den Mottotagen 2016

Laute Musik, bunte Kostüme … die Mottotage am WG sind in vollem Gange. Die Abiturienten suchen sich täglich ein Motto aus und kommen verkleidet in die Schule, mal als Filmfigur, als feine Leute oder Grundschulkinder – die Zwölftklässler lassen sich immer etwas Neues, mehr oder weniger Verrücktes einfallen. Wenn die Pausenklingel ertönt, wird im Remter sofort die Musik laut aufgedreht und getanzt. Jedes Jahr vor den Osterferien wird in den Pausen gefeiert. Auch jüngere Schüler lassen sich diese Feier ungern entgehen, immerhin gibt es die lauten, bunten Party’s nur einmal im Jahr.








 

 Fotos: Johanna Vierling

Freitag, 13. Mai 2016

Theaterlabor Wolfenbüttel


Geschichte gegen Vorurteile. Moritz von Bachmann berichtet aus dem Theaterlabor Wolfenbüttel

Seit fünf Jahren, also bereits zehn Mal, gibt es in den Osterferien und Herbstferien unter der Leitung von Katharina Linau im Lessingtheater Wolfenbüttel einen Theater-Workshop für Kinder. Ich nehme seit den letzten zweieinhalb Jahren mit Freunden, die ich beim ersten Mal kennengelernt habe, teil.
Wir haben immer sehr viel Spaß und am letzten Tag eine lustige Aufführung. In diesen Osterferien ging es um das Thema Vorurteile, Vorurteile gegenüber Flüchtlingen. Zusammen mit einer Sprachlernklasse der Fachhochschule Wolfenbüttel wurde das Thema ergründet. Am ersten Tag war ich sehr gespannt auf die Kinder, die diesmal teilnehmen. Was ich sehr schade fand, ist, dass bei diesem Thema leider nur meine Stammfreunde und natürlich die Sprachlernklasse dabei waren. Bei anderen Themen wie zum Beispiel „Das doppelte Lottchen“ oder „Future I “ waren nämlich immer sehr viele Kinder dabei.
Das Lessingtheater Wolfenbüttel

Am ersten Tag haben wir uns erstmal alle kennengelernt und ein paar Spiele zum Namenmerken und zu Theaterprinzipien gespielt. Außerdem wurden die Gruppen eingeteilt. Schade war, dass die 9- bis 17-jährigen Sprachlerner alle keine Lust auf die Schreibgruppe hatten und alle bis auf einen zum Tanz wollten. Also waren wir nur vier in der Schreib- und Theatergruppe, meine Freunde ein ehrgeiziger Sprachlerner und ich. Er war ein Serbe und hat mir auch ein paar serbische Wörter beigebracht wie zum Beispiel „Sdravo“, was soviel wie „Hallo“ bedeutet.
An den weiteren Tagen haben wir geschrieben, geprobt, uns die Sachen der anderen Gruppe angesehen, etwas über die Herkunft der Sprachlerner erfahren und das ein oder andere Wort aus ihrer Sprache aufgeschnappt.
Wir hatten dann auch eine tolle Aufführung z. B. mit meiner Geschichte gegenüber Vorurteilen vor tiefen Seen, der emotionalen Tanzaufführung und mit viel Applaus.
Der nächste Theater-Workshop findet im Herbst statt. Das Thema steht noch nicht fest, aber bestimmt wird es wieder sehr toll. Es gibt dann wieder drei Gruppen: Tanz, Theater und Bühnenbild.



Freitag, 22. April 2016

Umfrage: Patenschüler


Helfer und Vorbilder. Atif Ridvan Kahveci und Jan-Marten Kleine-Besten haben im 5. Jahrgang 39 Schülerinnen und Schüler zu den Patenschülern befragt