Dienstag, 20. Juni 2017

Der Chef geht

Am liebsten nie mehr „Mangelhaft“. Gerhard Thamm van Balen antwortet auf Iman Sibais Fragen zum Abschied nach 17 Jahren als Schulleiter des Wilhelm-Gymnasiums.


Was wollten Sie als Kind/Jugendlicher werden?
Bei meinem Abitur 1974 hatte ich als Berufswunsch angegeben: Apotheker. Ich schwankte aber, ob ich nicht doch besser Architekt werden sollte.

Welche Fächer mochten Sie früher am liebsten/gar nicht? Und worin waren Sie am besten?
Sport fand ich immer langweilig; die tollen Möglichkeiten, die die Schulen heute bieten, gab es in den 70er Jahren nicht.
In der Oberstufe waren Mathematik, Biologie, Chemie, Musik und vor allem Kunst meine Lieblingsfächer. Am intensivsten gearbeitet habe ich für Chemie und Musik – und bekam am Ende dort auch die besten Noten.

Was haben Sie früher über Schulleiter oder Lehrer gedacht?
Wenn der Unterricht interessant war, hatte ich große Achtung vor dem jeweiligen Lehrer. Bei meinem Vater, der eine Hauptschule leitete, habe ich immer mitbekommen, dass der Lehrerberuf oft Schwerarbeit bedeutet. Ich habe aber immer auch die Freude mitbekommen, die ihm entspringt.

Erinnern Sie sich an ein schönes Erlebnis aus Ihrer eigenen Schulzeit?
Gerne erinnere ich mich an die auswärtigen Auftritte unseres Schulorchesters. In der Adventszeit und zu Ostern haben wir in den niederrheinischen Kirchen gespielt. Jedes Mal hatte mein Cello einen neuen Raumklang. Manchmal kamen professionelle Musiker dazu; das war für uns immer sehr spannend und wir versuchten unser Bestes zu geben.

Gerhard Thamm van Balen bei der Begrüßung neuer WG-Schüler (2015).
Wenn Sie noch einmal für einen Tag ein Kind sein könnten, was würden Sie am liebsten tun und wie würde dieser Tag aussehen?
Eigentlich fehlt mir kein Tag meiner Kindheit. Deshalb würde ich einen zusätzlichen Tag, glaube ich, eigentlich gar nicht haben wollen.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie ans WG kamen?
In der Zeit davor habe ich an Gymnasien im Westen des Landes gearbeitet: in Georgsmarienhütte, Nordhorn und Löningen. Am Lehrerseminar in Meppen war ich Ausbilder für das Fach kath. Religionslehre. Als am Lehrerseminar in Braunschweig eine Ausweitung dieser Tätigkeit möglich war, habe ich mich hierher beworben und kam so im Januar 1989 nach Braunschweig. Bis zum Sommer 2000, dem Start als Schulleiter, habe ich in zwei Einrichtungen parallel gearbeitet: zum einen an den beiden Studienseminaren Braunschweig I und II für das Lehramt an Gymnasien, zum anderen – allerdings nur mit wenigen Stunden – als Fachlehrer am WG.

Was hat sich verändert, als Sie Direktor am WG wurden?
Das bewährte WG-Lernangebot wurde beibehalten und gepflegt, neue Konzepte und Angebote kamen hinzu: Der Lauf durch die neun Schuljahre wurde modularisiert, die Förderung der Schülerinnen und Schüler individualisiert. Besonders interessierte und begabte Kindern und Jugendlichen erhielten eine spezielle Förderung (Hochbegabungsförderung). Methodenlernen, Medienkompetenztraining und Schülerberatung wurden intensiviert. Die Schule führte die Profilmittelstufe mit Schwerpunktbildung im sprachlichen sowie im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich ein, erneuerte und erweiterte das Fremdsprachenangebot in den Alten und Neuen Sprachen, entwickelte und vernetzte die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bis hin zum MINT-Excellence-Status, erweiterte das musisch-künstlerische Angebot, u.a. durch Einrichtung der Chorklasse. Digital unterstütztes Lernen rückte in den Focus der Aufmerksamkeit, ein Digitales Klassenzimmer wurde gegründet. Kooperationen verbanden die Schule mit neuen externen Partnern  (TU Braunschweig, DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Braunschweigisches Landesmuseum, Museum für Photographie u. v. a.). Die WG-Teilnahme an besonderen Wettbewerben wurde ausgebaut. Das künstlerisch-musisch-kulturelle Schulleben entwickelte neue Formate. Im Sport steigerten sich ein weiteres Mal die Sparten Ski-Langlauf und Kanu. Der Ganztag expandierte, ebenso wuchs der internationale Austausch. Vieles Weitere wäre noch zu nennen. Das WG ist eine dynamische Schule mit sicherem Blick für das Bewahrenswerte und mit Mut und Ausdauer, wenn es um Neues geht.

Gibt es etwas am WG, das Sie gerne noch geschafft oder geändert hätten?
Ich wünsche mir einen Zeugnistermin, an dem in den Zeugnissen der Jahrgänge 5 bis 10 kein „Mangelhaft“ auftaucht. Nach den Zeugniskonferenzen der letzten Woche kann ich sagen: Wir sind sehr nah dran!
Für das Ganztagsangebot hoffe ich auf eine AG Jollensegeln plus Segelwoche auf dem Steinhuder Meer mit viel Spaß auf dem Wasser und einer erfolgreichen Segelschein-Prüfung am Schluss.

Gibt es etwas, was Sie als Direktor im Rückblick lieber anders gemacht hätten?
Unsere Austauschschulen in Griechenland und den USA habe ich besucht. Bis zu den Partnern in Frankreich und Polen bin ich leider nicht gekommen. Die Zeit hätte ich mir nehmen sollen.

Was werden Sie am meisten an unserer Schule vermissen?
Die Stimmen der Schülerinnen und Schüler, ihre Zuversicht und ihr Lachen. – Und ebenso: den Schwung unserer Lehrerinnen und Lehrer und ihre Parteinahme für die Schülerschaft.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Noch gibt es keine Pläne. Eines Tages werden vielleicht welche entstehen.


Montag, 19. Juni 2017

Ohne Worte: Frau Huhn

Dagmar Huhn, geboren 1959 in Hildesheim, unterricht seit 2005 am WG Deutsch und Geschichte. Zuvor praktizierte sie unter anderem bei diversen privaten Bildungsträgern, auch in leitender Funktion. Die Erfahrungen dort waren, Zitat, „sehr erkenntnisreich“: „schwierigen und schwer vermittelbaren Jugendlichen“ eine zweite Chance zu geben, das war ihr Anliegen, zu zeigen, dass man den Berufseinstieg schaffen kann, trotz vermasselter Schulkarriere, durch Praktika, zum Beispiel in der Altenpflege, im Jugendzentrum und im Kindergarten.
Ein Highlight ihres Wirkens am WG ist der erste Platz beim Bundeswettbewerb „Was war die DDR?“ Mit ihrem Geschichtskurs war sie 2015 zweimal zu Gast in Berlin: erst zur Preisverleihung, dann im Bundeskanzleramt. Gemeinsam mit Schülern von sieben weiteren Schulen durften die WG-Schüler die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Jugend in der DDR befragen. Auf dem Weg zum Gruppenfoto stolperten Frau Huhn und Frau Merkel beinahe übereinander, und es wurden Worte gewechselt und Hände geschüttelt. Nicht der Händedruck, wohl aber die Preisverleihung und die Schülerrunde mit der Bundeskanzlerin sind dokumentiert:
Daheim ist die engagierte Historikerin, die sich als „bodenständig“ bezeichnet, auf 5000 Quadratmetern am Rande von Braunschweig. Dort wohnt und ruht sie, wenn es die dörflichen Nachbarn zulassen, mit zwei Islandpferden, einer griechischen Landschildkröte und einem Border Collie. Die Schildkröte ist bereits 42 Jahre alt und wird irgendwann testamentarisch zu treuen Händen vererbt. Der Hund ist neueren Datums, wurde aber dafür bei seiner zweijährigen Ausbildung zum Schafhütehund bilungual erzogen und wacht gewissenhaft über die Huhn’sche Residenz.



Wie haben Sie geguckt, als Sie erfahren haben, dass Sie bei Frau Merkel eingeladen sind?











Wie sahen Sie nach ihrem ersten richtigen Schultag als Lehrerin aus? 









Wie sahen Sie aus, nachdem Sie ihre Schildkröte bekommen haben?










Was für einen Gesichtsausdruck haben Sie uns bisher verheimlicht? 










Wie sehen Sie aus, wenn Sie einen schlechten Tag haben? 










Wie würden Sie gucken, wenn Sie erfahren, dass Sie bei Germanys Next Top Model dabei wären? 










Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen die Reise in einer Zeitmaschine anbieten würde? 










Wie fanden Sie dieses Interview? 













Fragen: Adam Nabhan und Lennart Wiljes. Fotos/Intro: Redaktion.






Freitag, 16. Juni 2017

Zukunftstag 2017

Nachwuchsdesigner. Jan-Marten Kleine-Besten und Louis Ostrowski über den Zukunftstag am 27. April 2017 im NewYorker-Hauptverwaltungsgebäude Braunschweig.

Die NewYorker-Verwaltung: der Arbeitsplatz unserer Autoren.
Was ist überhaupt NewYorker?
NewYorker ist eines der modernsten und umsatzstärksten Modeunternehmen der Welt. NewYorker hat mehr als 1000 Filialen in 40 Ländern. Zu NewYorker gehören mehr als 16000 Voll- und Teilzeitkräfte. Das NewYorker-Sortiment besteht überwiegend aus trendiger Young Fashion, Sports- und Streetwear-Mode für eine junge, trendbewusste Zielgruppe und setzt sich ausschließlich aus Eigenmarken zusammen. Die Kollektionen werden saisonal angepasst und zeichnen sich besonders durch Aktualität und hochwertige Verarbeitung aus. NewYorker hat viele Abteilungen, z. B. das Labeling, das Design, die Warensicherung oder das Lager.

Als wir uns am Morgen um 7:45 Uhr in das Auto von Louis Ostrowskis Mutter setzten, um zum NewYorker-Hauptverwaltungsgebäude in der Braunschweiger Hansestraße 48 zu fahren, waren wir beide sehr gespannt auf den Tag. Nach einer zirka zehnminütigen Fahrt quer durch das Braunschweiger Gewerbegebiet kamen wir wie viele andere Schüler der 5. bis 10.Klasse in Deutschland auf dem Parkplatz an und begaben uns zum Treffpunkt in der großen, vielversprechend aussehenden Cafeteria.
Nachdem sich fast alle 54 Kinder dort versammelt hatten (NewYorker nimmt nur Mitarbeiterkinder oder deren Freunde), gingen wir alle samt Organisatoren (NewYorker-Mitarbeiter) in einen großen Versammlungsraum, der mit einigen weißen Tischen und grauen Stühlen ausgestattet war. Nach der Einteilung in unsere Gruppen starteten wir mit Fotos von uns. Dann gingen wir uns erst einmal die Abteilung HKA (Herren- und Kinderabteilung) ansehen und schauten in die einzelnen Büros, wo zum Beispiel ein Herr den Sockeneinkauf regelte bzw. eine Designerin gerade eine neue Hose designte.
Das Moodboard unserer Autoren.
Anschließend durften wir uns Material aus dem Stoffmusterlager oder aus Modezeitungen heraussuchen, mit denen wir frei nach unseren Gedanken ein Moodboard (eine kreative Wandzeitung mit z. B. Stoffmustern und markanten Stichworten) gestalteten. Diese Art von Vorbereitung für ein neues Kleidungsstück benutzen auch die Designer bei NewYorker, bevor sie anfangen. An einem Computer ein neues Kleidungsstück zu entwerfen, erklärte uns eine freundliche Mitarbeiterin aus dieser Abteilung. Eifrig schnitten alle Sachen aus, und es kamen die verrücktesten Ideen heraus, z. B. ein Moodboard, das nur mit dunklen Farben gestaltet wurde, oder eines, welches mit auffälligen Karomustern versehen war.
Nachdem die ersten fertig waren, war die Zeit für eine stärkende Mittagspause gekommen. Wir alle versammelten uns also unten in dem Raum, wo auch schon am Morgen unser erlebnisreicher Tag begonnen hatte. Wir genossen eine sehr leckere Currywurst mit Pommes. Aber damit war die Arbeit noch längst nicht getan.
Erste Entwürfe für eine leichte Freizeitjacke.
Damit im Laden später auch ein fertiges T-Shirt zum Thema des Moodboards hängt, muss dieses anhand dieser Hilfe erst einmal designet werden, was wir auch später taten.
Anschließend waren wir noch beim sogenannten Labeling. Dort werden für jedes neue Kleidungsstück die Labels, wo z. B. der Preis steht, geprüft, ob dieser korrekt ist. Wir durften mit einem Scanner, wie an der Kasse im Geschäft, die Labels scannen, und Louis‘ Mutter hat uns jeweils über die Schulter geschaut, ob der Preis stimmte. Anschließend muss man an den Hersteller dieser Labels eine E-Mail in der heutigen Zeit verfassen, dass sie diese in den Druck geben können.
Am Ende von unserem Zukunftstag hielten wir alle, die in dieser Abteilung waren, unsere eigenen designten T-Shirts auf dem Blatt Papier in den Händen. Das war ein super Gefühl. Nach einem spannenden Tag fuhren wir wieder mit dem gemütlichen Auto von Frau Ostrowski mit viel neuem Wissen von unserem Tag bei NewYorker nach Hause. Es war ein wunderbarer Tag, an den wir noch lange zurückdenken werden.

Fotos: Redaktion und  www.factory-outlets.org

Freitag, 9. Juni 2017

WGtarier Preisrätsel

Glückliche Gewinnerinnen. Greg Walters alias Gregor Timme spendierte zwei Ausgaben seines ersten Romans und eine Wundertüte mit Fanartikeln (siehe Artikel vom 14. März 2017).

Lisa Schumacher, Isabel Dralle, Greg Walters (arbeitet  aktuell an Band 4 der Farbseher-Saga), Sandra Muriel (von links)

Freitag, 2. Juni 2017

Longboardfahren

Ein bisschen durch die Gegend tänzeln. Lena Geller interviewt Carl Fölster, Longboard-Trainer und -Europameister 2015.

Wie bist du zum Longboardfahren gekommen?
In Argentinien. Ich habe ein halbes Jahr in Argentinien gewohnt und bin früher schon viel Skateboard gefahren, dann hab ich irgendwann damit aufgehört, weil man damit eigentlich nur Tricks im Skatepark machen kann und sonst eigentlich gar nichts. Dann habe ich mir da wieder ein Skateboard gekauft, um das dann zu fahren. Dort habe ich zum ersten Mal das Longboard ausprobiert und bin dann Longboard gefahren, das war so cool, denn man konnte damit auch in der Stadt viele Sachen machen.

Was magst du am Longboard fahren?
Dass man alles machen kann, ich kann eine Rampe runterfahren, ich kann auf einer Halfpipe fahren, ich kann über eine Bank rüberspringen, so ein bisschen durch die Gegend tänzeln. Das ist einfach richtig schön.

Wohin reist du?
Jetzt? Wieder zurück nach Fuerteventura, dann komme ich im Sommer noch mal her und im Winter wollen wir womöglich nach Mittelamerika fahren.

Wie viele Tricks kannst du?
Das weiß ich nicht.


Was ist dein Lieblingstrick?
Das sind eigentlich Trickkombinationen aus Freestyle-Tricks, also meistens immer erst ein Flip-Trick. Irgendwo draufspringen oder rüberrutschen und viele von diesen Dancing-Kombinationen.




Bist du berühmt geworden durch das Longboardfahren?
Vielleicht, ein bisschen.

Würdest du Longboardfahren empfehlen?
Na klar, das macht richtig Spaß.

Hast du Tipps fürs bessere Fahren?
Also, bei Anfängern ist der größte Fehler, dass sie zu weit hinten stehen, deshalb: Wenn man am Anfang ein bisschen weiter vorne steht, dann kann man schon viel raus bekommen. Wenn man dann Belastung auf die Kanten gibt, dann sollte man mehr aus den Füßen machen und nicht aus dem Oberkörper, dann kriegt man schon einige Fehler weg.


Was ist eine ideale Longboardgröße?
Das kommt immer ein bisschen auf die Bretter drauf an, ob man mit ihnen Tricks machen will oder nur fahren. Wenn du dich entspannt, breitbeinig hinstellen kannst und genug Patz zwischen Ende und Anfang des Boards hast, dürfte das gehen.







Fotos: Carl Fölster

WG-Geschichten IX

Und du spielst das Gewehr. Herr Wichner berichtet über ein besonderes Erlebnis am WG

Herr Wichner mit Sohn im Kreise von Kollegen.
Zur Verabschiedung von Frau Kurz, ehemalige Lehrerin am WG, wurde ein Theaterstück mit lebenden Requisiten aufgeführt. An diesem Tag, dem letzten Schultag im Schuljahr 2011/12, 
musste ich meinen jüngsten Sohn Hannes – damals etwas über ein Jahr alt – mit in die Schule nehmen, da die Kita geschlossen war. Zur Aufführung des Theaterstückes erhielt dann auch er eine Rolle: Er war das Gewehr des Försters und wurde unter schallendem Gelächter auf der Bühne herumgereicht.





Fotos der Verabschiedung: http://www.wilhelm-gym.de/berichte/2012/verabschiedung-kurz/index.htm

Dienstag, 23. Mai 2017

WG-Geschichten VIII

Mehr Lux! Sylvia Thiele über schöne Erinnerungen aus dem Griechisch-Unterricht.

Unsere Autorin.
In den kleinen, aber feinen Griechischkursen wird oft gelacht. Zum Beispiel, wenn wir Sprachunsinn betreiben und neue Wörter erfinden wie „Nephelie“ für den pathologischen Befund der geistigen Umnachtung oder besser der „Umwölkung“ (von gr. Nephele, die Wolke).
Oder es entstehen running gags: Eines Tages erschienen Leute von der Stadt bei uns im „Olymp“ (der Bibliothek im 4. Stock des Haupthauses – unter dem Dach), maßen die Lichtstärke (Lux) und erklärten uns, man benötige genügend Lux, um gut denken zu können. Anschließend wurde bei Denkblockaden zum gängigen Ausspruch: „Ich brauche mehr Lux!“
Eine besonders schöne Erinnerung ist die Produktion einer kleinen„Fotostory“, bei der auch viel gelacht wurde: Wir entdeckten auf dem Dachboden, den man vom „Olymp“ aus betreten kann, einen schönen alten Schrank. Er erinnerte so sehr an den Schrank aus „Narnia“, dass wir eine kleine Geschichte daraus machten. Sie ist hier zu sehen: http://www.wilhelm-gym.de/angebote/altesprachen/graecia/01.htm
Der Schrank wurde aus Brandschutzgründen natürlich längst entsorgt. Aber wir haben ihm zu einer Erinnerung verholfen (was ja auch wieder gut zu dem passt, was man im Griechisch-Unterricht macht).
Es ist toll, an einer Schule zu unterrichten, an der es so nette, humorvolle und einfallsreiche Schüler gibt!

Freitag, 19. Mai 2017

Mensaessen in Jg. 5

Pizza ist am beliebtesten. Gianluca Buchholz,  Paul Hoffmann und Adam Nabhan befragten 50 Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs danach, was sie am liebsten in der Außenstellenmensa essen.



                                            x-Achse: Anzahl

Freitag, 5. Mai 2017

Interview mit Christian Kupka

Immer spannender und komplexer“. Christian Kupka im Gespräch mit Justina Dai und Valea Elß über seine Begeisterung für Chemie und seine Teilnahme an der 3. Runde der internationalen Chemie-Olympiade, wo er zu den 60 besten Teilnehmern gehört.

Welches Thema findest Du in Chemie am besten?
Also, mich interessiert vor allem die physikalische und anorganische Chemie! In der Chemieolympiade habe ich richtig viel dazugelernt. Das fand ich toll! Persönlich finde ich total viele Bereiche von der Chemie super spannend und vielfältig!

Ist Chemie dein Lieblingsfach?
Hm, es ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsfächer! Ob es aber das Lieblingsfach ist, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht genau. Allgemein finde ich alles, was mit Physik, Mathe oder natürlich Chemie zu tun hat, total interessant.

Hast Du ein Lieblingsexperiment?
Es gibt ganz viele superspannende Experimente! Vielleicht sind nicht alle spektakulär. Aber wenn, dann so richtig! Die Verbrennung von Magnesium finde ich zum Beispiel ganz gut.

Möchtest Du in deinem späteren Berufsleben etwas mit Chemie zu tun haben?
Ich weiß noch nicht genau, wohin mein Berufsleben führen soll, eventuell Elektrotechnik. Es wäre natürlich toll, wenn ich Chemie einbringen könnte.

Hast Du Dich schon immer für Chemie interessiert?
Ich denke schon! Ich fand das Fach schon immer interessant. Für mich ist es sogar von Klassenstufe zu Klassenstufe immer spannender und komplexer geworden!

Wie bist du dazu gekommen, dich bei der Chemieolympiade anzumelden?
Meine Chemielehrerin hat die Chemie-Olympiade in unserem Kurs angesprochen. Ich habe mich zu Hause mit den Aufgaben beschäftigt. Natürlich hatte ich den Willen, so weit wie möglich zu kommen. Also habe ich mich gut vorbereitet.


Hast du auch schon mal bei anderen Wettbewerben mitgemacht?
Ja, ich habe bei der Mathe- und auch bei der Physikolympiade mitgemacht, da mich diese beiden Fächer auch sehr interessieren. Bei der nächsten Chemieolympiade möchte ich auch unbedingt wieder mitmachen.

Würde es dich interessieren, an „Jugend forscht“ teilzunehmen?
Ich interessiere mich sehr für Forschung und finde es toll, an etwas mitwirken zu können. Ich könnte mir auch für mein Berufsleben einen Beruf im Gebiet Forschung vorstellen. Aber bei „Jugend forscht“ habe ich bis jetzt noch nicht teilgenommen und werde es wohl auch später nicht tun, denn dieser Wettbewerb ist ziemlich zeitaufwändig, da man sich über längere Zeit mit einem Projekt beschäftigen muss. In den oberen Klassenstufen ist es schwierig, diese Zeit aufzuwenden. Deshalb finde ich die Olympiaden besser.

Welche Runde der Chemieolympiade fandest du am schwersten/besten
Die dritte Runde fand ich eindeutig am schwersten, da das Niveau mit jeder Runde selbstverständlich ansteigt. Die zweite Runde fand ich am besten, da die dritte wie gesagt ziemlich schwer war und man in der ersten Runde, der Hausaufgabenrunde, viele Hilfsmittel wie das Internet oder Fachliteratur zu Rate ziehen konnte.

Was für neue Erfahrungen hast du bei der Olympiade gemacht?
In den Runden gab es immer wieder Landesseminare oder einen Besuch in der Leibniz Universität, bei denen man wirklich gute Einblicke in die Chemie bekommen konnte, welche man dann auch im Berufsleben einbauen kann. Ich fand es wirklich toll, dass es nicht nur so theoretisch wie in der Schule war, sondern wir sehr viele praktische Dinge gesehen haben, obwohl man in der Schule natürlich auch Versuche macht.

Für was interessierst du dich denn sonst so, außerhalb der Schule?
Ich mache sehr viel Ski-Langlauf und bin auch hier in der AG gewesen. Außerdem wandere ich gerne und fahre Mountainbike. Auch die Chemie ist natürlich für mich ziemlich relevant, sonst würde ich schließlich nicht an den Wettbewerben teilnehmen.

Freitag, 7. April 2017

THW Braunschweig

Unübertroffen gute Kameradschaft. Louis Ostrowski im Gespräch mit Erik Frenschock vom THW-Ortsverband Braunschweig

Was ist das THW
THW bedeutet Technisches Hilfswerk. Das THW ist eine große deutsche Katastrophenschutzorganisation, die einen großen Fahrzeugpark hat und weltweit operiert. Die Mitarbeit ist freiwillig und ehrenamtlich. Mit zehn Jahren kann man zur THW-JUGEND. Mit 18 Jahren kann man dann seine Grundausbildung machen und einer Fachgruppe beitretten.

Wie heißt du?
Erik Frenschock.

Was machst du beim THW?
Ich bin beim THW Helfer und Jugendbetreuer.

Wie bist du darauf gekommen, beim THW mitzumachen?
Mit elf wollte ich ein Hobby haben, bei dem ich mein Interesse an Technik ausleben kann. Dort hatte ich dann die Wahl zwischen der Feuerwehr und dem THW. Ich habe mir beide Organisationen angesehen und mich dann für das THW entschieden, weil mich Geräte wie der Radlader oder große Stromerzeuger und natürlich die ganzen großen geländefähigen Fahrzeuge begeistert haben. Und diese Faszination ist bis heute geblieben.

Welchen Einsatz hast du bist bis heute in Erinnerung?
Ganz besonders ist mir das Elbehochwasser 2013 in Erinnerung geblieben.Dort waren wir im Einsatz und haben Deiche erhöht, um Sachwerte und Menschenleben zu schützen. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bundeswehr und THW war atemberaubend, aber auch, wie die Anwohner geholfen haben, werde ich nicht vergessen. Das Schönste war, als Jugendliche aus dem Dorf mit ihrem Mofas und Anhängern zu uns kamen und beim Transport der Sandsäcke halfen.

Wie heißt dein Ortsverband?
Meine Mitwirkung im THW hat in Bad Lauterberg im Harz begonnen, dann bin ich zum THW Wolfsburg gegangen und schließlich beim THW in Braunschweig gelandet. Das Spannende ist, da wir deutschlandweit die gleiche bzw. ähnliche Technik haben, dass man sein Hobby wegen eines Umzugs nicht aufzugeben braucht und sofort neue Leute kennenlernt.




Wie viele Mitglieder und Fahrzeuge hat dein Ortsverband?
Der Ortsverband Braunschweig ist sehr groß. Hier sind drei Gerätekraftwagen, unsere mobilen Werkzeugkoffer, stationiert. Dazu kommen Fahrzeuge für die Fachgruppe Wasserschaden, die Höhenrettung, die Fachgruppe Räumen, die Fachgruppe Führung und Kommunikation, die Fachgruppe Sprengen, den Zugtrupp und natürlich die Jugendgruppe. Somit sind wir mit allem drum und dran bei insgesamt 17 Groß- und Kleinfahrzeugen. Dazu sieben Anhänger und ein Radlader. Also eine schöne Sammlung von Fahrzeugen.

Was ist typisch für das THW?
Die unübertroffen gute Kameradschaft. Das heißt, auch wenn man sich nicht kennt und einen anderen Ortsverband besucht, ist man immer willkommen, denn man ist Teil der großen THW-Familie. So habe ich in ganz Deutschland Freunde, die ich durch Lehrgänge kennengelernt habe und man tauscht sich so regelmäßig aus und lernt voneinander und natürlich sind die Kameradschaftsabende am Lagerfeuer unübertroffen.



Was würdest du am THW verändern?
Erstmal muss ich sagen, dass ich das THW mag, wie es ist: eine Organisation, die jedem die Chance gibt, ein kleines Bisschen für die Allgemeinheit zurückzugeben und dabei viel zu lernen, was man im späteren Berufsleben und Privatleben gut gebrauchen kann. Trotzdem ist mir der Konkurrenzkampf zwischen THW und Feuerwehr ein Dorn imAuge. Ich denke, wir sind keine Konkurrenz und ergänzen uns gegenseitig sehr gut. Daher möchte ich in meiner Karriere beim THW die Kooperation weiter ausbauen.

Unser Autor (links) im Außeneinsatz.
Vielen Dank für das Interview!




Freitag, 24. März 2017

Arbeit bei der Polizei

100% Verlässlichkeit. Amelie Hlubek interviewte Stefan Weinmeister von der Polizeiinspektion Braunschweig.

Stefan Weinmeister, Polizei Braunschweig

Ehe ich zu den eigentlichen Fragen komme, vielleicht ein paar grundsätzliche Dinge zu der Polizei: Eine erste Grobgliederung ist die Unterteilung in Schutz- und Kriminalpolizei. Die Schutzpolizei wiederum ist in viele Bereiche untergliedert, zu ihr gehören die Bereitschaftspolizeien, die Wasserschutzpolizeien, die
Die Kriminalpolizei in Braunschweig gliedert sich in 6 Fachkommissariate (FK).
Das Fachkommissariat 1 ermittelt in Todes- und Vermisstensachen, bei Sexual- und Widerstandsdelikten, bei Bränden und Waffenverstößen und kümmert sich um das so genannte „Milieu“ rund um die Prostituierten.

Das FK 2 umfasst die Raubdelikte, die Einbrüche, die Betäubungsmitteldelikte, die von Personen über 18 begangen werden, die Straftaten rund um das Auto und kümmert sich um die Sachfahndung, also das Aufspüren von Gegenständen, die durch eine Straftat weggekommen sind.
Umwelt- und Beamtendelikte gehören zum Aufgabenbereich des FK 3. Weiterhin befassen sich die Beamten dort mit Wirtschaftsstraftaten und Betrug.
Das FK 4 befasst sich mit dem Staatsschutz und allen Straftaten die dem Links-, Rechts- oder Ausländerextremismus zugeordnet werden. Weiter findet sich auch hier der Bereich des Personenschutzes, falls so etwas für jemanden in Braunschweig notwendig werden würde.
der Jugendkriminalität befasst. Darüber hinaus gibt es drei Ermittlungsbereiche, die direkt der Leitung der Kriminalpolizei unterstellt sind. Hierbei handelt es sich um die Personenfahndung, das „Team Cyber Crime“ und die SoKo ZERM, die sich zentral mit der Flüchtlingskriminalität auseinandersetzt.

Das FK 5 beinhaltet den Kriminaldauerdienst zur Tatortaufnahme von Delikten, den Erkennungsdienst zur Spurensicherung und die Haftbefehlssammlung. Weiter werden hier die Kriminalakten verwaltet.
„Last but not least“ das FK 6, welches sich speziell mit Reiter- und Hundeführerstaffel und natürlich der Streifendienst. Die Kriminalpolizei befasst sich mit Ermittlungen zu bestimmten Kriminalitätsdelikten (an der Straftat orientiert) oder zu bestimmten kriminellen Personen (täterorientiert). 

Wie man erkennen kann, war ich nahezu 17 Jahre im FK 2, in den Bereichen Betäubungsmittel- und Kfz-Kriminalität tätig. Aus dieser Zeit nun die Antworten auf die gestellten Fragen.


Was muss man bei einem Einsatz alles dabeihaben?
Zunächst einmal gehört zur Grundausstattung die schusssichere Weste und die Pistole. Wir als Ermittler sind eigentlich immer in zivil unterwegs. Weiter empfiehlt es sich, das Funkgerät mitzuführen und ein Mobiltelefon für eventuelle Abklärungen vor Ort.
Natürlich benötigen wir die auszufüllenden Protokolle (Blanko-Formulare), ein Merkbuch und einen oder mehrere Kugelschreiber (falls mal einer ausfällt). Ferner brauchen wir Taschenlampen und Handschuhe, zum einen, damit wir uns bei Zugriffen nicht verletzen, aber auch Gummihandschuhe, um selbst keine Spuren am Tatort oder bei einer Durchsuchung zu legen. Wir benötigen Klemmleistenbeutel und Tüten in unterschiedlicher Größe, um Beweismittel sicher verpacken und mitnehmen zu können. Und je nach Einsatz kommen dann noch andere Dinge hinzu, die aber hier zu weit führen würden.


Was macht man wenn man nicht in einem Einsatz ist?
Die Arbeit des Ermittlers im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität findet zu einem großen Teil am Schreibtisch abseits von Observations- oder Durchsuchungseinsätzen statt. Hier findet zum Beispiel eine erste Bestimmung des Betäubungsmittels statt. Ferner müssen viele Berichte geschrieben und Zeugen oder Beschuldigte vernommen werden. Schließlich muss das Verfahren, wenn es nichts mehr zu ermitteln gibt, der Staatsanwaltschaft hier in Braunschweig übersandt werden. Dabei sind bestimmte Meldungen auch an andere Ämter, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsamt, zu schreiben.


Wie oft ist man bei einem Einsatz dabei?
Das variiert natürlich, je nachdem, was gerade zu observieren ist oder wie viel Durchsuchungsbeschlüsse das Amtsgericht erlassen hat. Grundsätzlich gehen wir mit vier Beamten zum Beispiel zu einer Durchsuchung. Bei Observationen müssen wir noch weit mehr sein.
Insgesamt arbeiten im Fachkommissariat 2.3 (Betäubungsmittel) zehn Mitarbeiter. So ungefähr kann man sagen, dass man einmal pro Woche zu einem Einsatz, Observation oder Durchsuchung, fährt.


Ist ihr Beruf sehr gefährlich?
Ja und nein. Grundsätzlich ist der Polizeiberuf risikoreicher als viele andere Berufe. Und häufig kam es in der Vergangenheit dazu, dass Polizeibeamte während des Dienstes angegriffen wurden. Wir werden aber genau für solche Situationen ausgebildet und sind dadurch etwas besser geschützt als wenn jemanden ein Angriff unvorhergesehen trifft. Als Ermittler in Sachen Betäubungsmittelkriminalität haben wir natürlich den Vorteil, dass wir bei unseren Einsätzen agieren und nicht reagieren müssen. Das unterscheidet uns von den Streifenpolizisten. Die kommen auf eine Situation zu und müssen blitzschnell reagieren. Wir dagegen agieren und unser Gegenüber kann nur noch reagieren. Es sieht dadurch manchmal etwas gefährlicher aus, als wenn wir zum Beispiel
eine Tür gewaltsam öffnen und laut „Polizei“ rufen, als Streifenpolizist lebt man aus meiner Sicht jedoch weitaus gefährlicher.


Mochten sie ihren Beruf?
Ich gehörte nicht zu den Kindern, die schon immer zur Polizei wollten. Nach Schulabschluss 1989 stellte sich mir die Frage, was ich denn so werden könnte. In dieser Zeit erinnerte ich mich an mein Schülerpraktikum in der 11. Klasse und dachte mir, versuche es doch einfach mal bei der Polizei, so schlecht war es dort auch nicht ;-). Nach kurzer Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass das genau "mein Ding" ist und habe meinen Entschluss nie bereut.


Hatten sie Angst vor einem Einsatz?
Ich war und bin vor jedem Einsatz natürlich etwas angespannt und konzentriert. Wir im Team überlegen uns viel mögliche Verläufe und Reaktionen von uns auf einen bestimmten Ablauf. Diese werden im Vorfeld abgesprochen. Dadurch ist es keine Angst, sondern eher eine konzentrierte Spannung. Aber, und auch das haben viele Einsätze gezeigt, meist kommt es anders
als man denkt …


Was muss man für Fähigkeiten haben, um Polizist/-in zu werden?
Die folgende Aufzählung ist bestimmt nicht abschließend und die Reihenfolge soll auch keine Wertung der Wichtigkeit sein.

Wichtig ist es, ein kommunikativer, offener Mensch mit einem Bauchgefühl für Gerechtigkeit zu ein. Man muss im Team arbeiten können und sich auf seinen Partner zu 100 % verlassen können. Und dieses muss ich meinem Partner auch gewährleisten. Ich muss eine schnelle Auffassungsgabe besitzen, damit ich schnell in Situationen agieren oder reagieren kann. Ich muss in der Lage sein, mich verständlich auszudrücken und mich dabei auch immer auf mein Gegenüber einstellen. Mit einem Rentner zum Beispiel muss ich anders sprechen als mit einem Jugendlichen. Ich muss bereit sein, Entscheidungen zu treffen und diese auch konsequent durchzusetzen. Schließlich muss sich bereit sein, anderen zu helfen und dabei unter Umständen sein Leben dafür zu riskieren.

Können sie uns von einem besonderen Einsatz erzählen, an den sie sich
erinnern können?

Besonders in Erinnerung bleiben immer die Einsätze, bei denen man nach zum Teil monatelanger Ermittlungsarbeit das „Okay“ für einen Zugriff oder eine Durchsuchung gibt und hofft, dass auch Beweismittel in der Menge gefunden werden, die man sich erhofft. Zumeist war ich in dieser Phase eben nicht vor Ort, sondern habe aus unseren Räumlichkeiten heraus die Maßnahmen koordiniert. Und die Wartezeit bis zur ersten Meldung, dass die Kollegen soweit unverletzt sind und tatsächlich etwas gefunden wurde, ist immer megaspannend gewesen. Und diese Spannung löste sich dann bald und schlug in Zufriedenheit über einen gelungenen Einsatz um. Diese Momente waren immer besonders und bleiben in Erinnerung. Einen einzelnen Einsatz besonders herauszuheben fällt, mir daher schwer.


Dienstag, 14. März 2017

Fantasy-Autor Greg Walters

WG als Vorbild. Justina Dai und Valea Elß im Gespräch mit dem Fantasy-Autor Greg Walters. Als Bonus: ein Gewinnspiel!

Greg Walters alias ???
Greg Walters wurde 1980 geboren - im selben Jahr wie ein am WG tätiger Lehrer, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht - und begann während seines Studiums, Fantasygeschichten zu schreiben. Sein erster - wie alle anderen unter Pseudonym - veröffentlichter Roman „Die Geheimnisse der Âlaburg“ hat sich mittlerweile mehr als 10.000 mal verkauft und eroberte die Amazon-Bestsellerlisten. Das Buch ist der Beginn einer Fantasyreihe aus vier Büchern, dessen Hauptfigur der junge Zauberer namens Leik ist. Der dritte Teil der Reihe wird im Frühjahr 2017 erscheinen.

Hier der Klappentext des ersten Buches:
Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten. Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich ...


Greg Walters' erster Roman.
Gab es eine entscheidende inspirierende Idee oder ein besonderes Ereignis , das Sie veranlasst hat, ihr erstes Buch zu verfassen?
Also, ich lese selber ziemlich gerne Jugendbücher, besonders Fantasy, wie etwa Harry Potter oder auch Percy Jackson. Aber immer, wenn ich ein Buch ausgelesen hatte, habe ich mich geärgert, dass es schon zu Ende war. Also beschloss ich, selbst ein Buch zu schreiben.

Warum schreiben Sie gerade eine Fantasy-Reihe?
Das kommt eben daher, dass ich selber gerne Fantasy lese. Außerdem würde es mir auch einfach keinen Spaß machen, etwas anderes zu schreiben, obwohl es natürlich vorteilhafter wäre, beispielsweise einen Thriller zu schreiben.

Gab es besondere Inspirationen für ihre Figuren?
Auf jeden Fall, aber meistens habe ich nur für Nebencharaktere besondere Inspiration gehabt. Da gab es zum Beispiel den zwergischen Magister auf der Universität. Bei diesem Charakter habe ich versucht, mir einen typischen jungen Lehrer vorzustellen, der irgendwie cool ist und den Schülern gefallen möchte. Seine Eigenschaft, sein Hemd immer halb aufgeknöpft zu tragen, habe ich von einem Freund von mir abgeschaut.

An der Universität gibt es fünf Verbindungen: Glaubensfest (die Verbindung der Menschen), Rischnarr (die Verbindung der Orks), Olsgendur (die Verbindung der Zwerge), Elbendingen (die Verbindung der Elben), das Weiße Haus (eine Verbindung für alle). Welcher Verbindung würden Sie am liebsten angehören?
Nun ja, da ich ein Mensch bin, natürlich zu Glaubensfest. Das Weiße Haus ist natürlich auch toll, aber sie sind eben die Außenseiter an der Uni.

Bei der Beschreibung der Universität fällt auf, dass diese viele Gemeinsamkeiten mit dem WG aufweist. Liege ich in der Vermutung richtig, dass Sie sich an dieser Stelle auf unsere Schule bezogen?
Auf jeden Fall! Gerade den Remter habe ich dem WG nachgemacht. Aber gerade diese Ähnlichkeiten machen die Universität so besonders, finde ich. Normalerweise ist vieles aus einem Fantasy-Roman ja eher fiktiv.

Wenn man eine Expedition zum Wald des Arellgebierges in „Die Geheimnisse der Âlaburg“ unternehmen möchte, was sollte man da mitnehmen und was sollte man da am besten anziehen?
Hm ... auf jeden Fall muss man sich ganz schön warm anziehen. Im Winter ist es schließlich sehr sehr kalt. Proviant ist auch super wichtig! Dann noch eine Waffe zum Kämpfen. Ach ja, und ein Reittier darf auch nicht fehlen. Es müsste dann aber vertrauenswürdig sein.

Wird der Name des Protagonisten Leik [leIk] oder Leik [laIk] ausgesprochen?
Ich persönlich spreche den Namen Leik [laIk] aus, finde aber, dass jeder persönlich entscheiden darf, wie man es ausspricht.

Welche Eigenschaft mögen Sie an der Hauptfigur „Leik“ besonders gern?
Leik ist sehr mutig und gibt nie auf, außerdem sind ihm enge Freundschaften wichtig, während er überhaupt kein Interesse an kommerziellen Dingen zeigt.

Wer ist ihr persönlicher Lieblingscharakter?
Besonders gern mag ich den besten Freund der Hauptfigur, den Zwerg Morlâ. Er ist so gewitzt! Und ich mag natürlich Leik!

Sie haben im Studium angefangen, Geschichten zu schreiben. Warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt?
Im Studium hatte ich viel Zeit. Deswegen habe ich viel gelesen und auch selbst viel geschrieben.

Bringen Sie ihre Bücher manchmal auch im Unterricht mit ein?
Nein, gar nicht. Ich bleibe lieber verdeckt.

Wie schaffen Sie es, neben der Tätigkeit als Lehrer noch Romane zu schreiben. Sie müssen in ihrer privaten Zeit doch auch noch Unterricht vorbereiten?
Für mich ist das Schreiben eine Art Hobby. Ich mache das schon seit zehn Jahren, und es hat bis jetzt ganz gut geklappt.

Greg Walters' neuer Titel.
Würden Sie ihren Beruf als Lehrer für eine hauptberufliche Autorenkarriere aufgeben?
Eine schwierige Frage! Also zunächst ist das finanziell gar nicht möglich. Und selbst wenn das möglich wäre, dann würde das für mich ein „Muss“ sein, zu schreiben. Ich wäre gezwungen zu schreiben, weil es dann mein Beruf und nicht mein Hobby wäre. Dazu wäre ich natürlich auch abhängig von den Kommentaren im Internet. Aber abgesehen davon, hätte ich gerne mehr Zeit zum Schreiben.

Können Sie schon einen Ausblick auf das dritte Buch ihrer Reihe geben?
Das ist schwierig, ohne zu spoilern. Auf jeden Fall wird es dramatischer und es wird sich viel verändern.

Haben Sie vor, noch eine neue Buchreihe anzufangen? Wenn ja, wovon könnte sie handeln?
Ein vierter Teil ist auf jeden Fall in Planung! Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, noch eine neue Reihe anzufangen. Es wird wahrscheinlich wieder in die Richtung Jugend-, Fantasybereich gehen. Ich habe sogar schon eine Idee, aber das soll eine Überraschung werden!


Gewinnspiel

Greg Walters stellt uns zwei Exemplare des Buches „Die Geheimnisse der Alaburg“ und einen Überraschungspreis zur Verfügung! Um an der Verlosung teilzunehmen, muss man die folgende Frage beantworten und die Antwort bis zum 20.05.2017 an redaktion.wgtarier@wilhelm-gym.net, Betreff: Gewinnspiel, schicken:

Unter welchem Namen kennt man Greg Walters am WG?




Sonntag, 19. Februar 2017

Jüdisches Museum Braunschweig

Religionsgeschichte hautnah. Justina Dai und Valea Elß über eine Exkursion ins Jüdische Museum Braunschweig.

Thoraschrein.
Synagogenkuppel.
Am 17.01.2017 war der Werte-und-Normen-Kurs in Jg. 9 im Jüdischen Museum an der Ägidienkirche. Eine Mitarbeiterin des Museums, Frau Siemsglüß, die auch unseren Workshop leitete, erklärte uns, dass dies ein Ort sei, an dem das Christentum das Judentum zusammenkämen, denn das Jüdische Museum befindet sich in einem ehmaligen Kloster.

Nachdem wir das Museum betreten und uns nahe der fast komplett erhaltenen Innenausstattung der Synagoge von Hornburg niedergelassen hatten, bekamen wir unsere erste Aufgabe: Wir sollten zu jedem Buchstaben des Wortes „Religion“ einen passenden Ausdruck formulieren. Nach der Auswertung wurden wir in der Ausstellung herumgeführt, durften Fragen stellen und lernten etwas über die Rituale und Feste des Judentums. Außerdem besprachen wir das Thema Judenverfolgung. Dazu erstellten wir ein Schaubild aus mehreren Stichpunkten, die wir unter die drei Hauptaspekte „Ausgrenzung“, „Identität“,und „Emanzipation“ gliederten. Zum Abschluss informierten wir uns in kleinen Gruppen über liberale beziehungsweise orthodoxe Juden und jüdische Einwanderer aus Russland. Wir lasen Texte und sammelten gemeinsam unsere Ergebnisse. Danach war der schöne Ausflug ins Jüdische Museum leider auch schon wieder vorbei.
Werte und Normen Jg. 9
Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, aber die Textarbeit hätte unserer Meinung nach etwas reduziert werden können. Jedoch sind wir uns einig, viel über das Judentum gelernt zu haben, da wir durch die ausgestellte Synagoge und die zahlreichen Ausstellungsstücke dessen Sitten und Bräuche hautnah erlebt haben.
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Eine Woche später war auch der Werte-Normen-Kurs aus Jg. 6 im Jüdischen Museum, mit einem etwas kürzeren Programm. Hier Eindrücke einiger Schülerinnen und Schüler und Bilder vom Besuch:





Zum Schluss gab es koschere Gummibärchen: mit Fischgelantine.




Werte und Normen Jg. 6.