Freitag, 7. April 2017

THW Braunschweig

Unübertroffen gute Kameradschaft. Louis Ostrowski im Gespräch mit Erik Frenschock vom THW-Ortsverband Braunschweig

Was ist das THW
THW bedeutet Technisches Hilfswerk. Das THW ist eine große deutsche Katastrophenschutzorganisation, die einen großen Fahrzeugpark hat und weltweit operiert. Die Mitarbeit ist freiwillig und ehrenamtlich. Mit zehn Jahren kann man zur THW-JUGEND. Mit 18 Jahren kann man dann seine Grundausbildung machen und einer Fachgruppe beitretten.

Wie heißt du?
Erik Frenschock.

Was machst du beim THW?
Ich bin beim THW Helfer und Jugendbetreuer.

Wie bist du darauf gekommen, beim THW mitzumachen?
Mit elf wollte ich ein Hobby haben, bei dem ich mein Interesse an Technik ausleben kann. Dort hatte ich dann die Wahl zwischen der Feuerwehr und dem THW. Ich habe mir beide Organisationen angesehen und mich dann für das THW entschieden, weil mich Geräte wie der Radlader oder große Stromerzeuger und natürlich die ganzen großen geländefähigen Fahrzeuge begeistert haben. Und diese Faszination ist bis heute geblieben.

Welchen Einsatz hast du bist bis heute in Erinnerung?
Ganz besonders ist mir das Elbehochwasser 2013 in Erinnerung geblieben.Dort waren wir im Einsatz und haben Deiche erhöht, um Sachwerte und Menschenleben zu schützen. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bundeswehr und THW war atemberaubend, aber auch, wie die Anwohner geholfen haben, werde ich nicht vergessen. Das Schönste war, als Jugendliche aus dem Dorf mit ihrem Mofas und Anhängern zu uns kamen und beim Transport der Sandsäcke halfen.

Wie heißt dein Ortsverband?
Meine Mitwirkung im THW hat in Bad Lauterberg im Harz begonnen, dann bin ich zum THW Wolfsburg gegangen und schließlich beim THW in Braunschweig gelandet. Das Spannende ist, da wir deutschlandweit die gleiche bzw. ähnliche Technik haben, dass man sein Hobby wegen eines Umzugs nicht aufzugeben braucht und sofort neue Leute kennenlernt.




Wie viele Mitglieder und Fahrzeuge hat dein Ortsverband?
Der Ortsverband Braunschweig ist sehr groß. Hier sind drei Gerätekraftwagen, unsere mobilen Werkzeugkoffer, stationiert. Dazu kommen Fahrzeuge für die Fachgruppe Wasserschaden, die Höhenrettung, die Fachgruppe Räumen, die Fachgruppe Führung und Kommunikation, die Fachgruppe Sprengen, den Zugtrupp und natürlich die Jugendgruppe. Somit sind wir mit allem drum und dran bei insgesamt 17 Groß- und Kleinfahrzeugen. Dazu sieben Anhänger und ein Radlader. Also eine schöne Sammlung von Fahrzeugen.

Was ist typisch für das THW?
Die unübertroffen gute Kameradschaft. Das heißt, auch wenn man sich nicht kennt und einen anderen Ortsverband besucht, ist man immer willkommen, denn man ist Teil der großen THW-Familie. So habe ich in ganz Deutschland Freunde, die ich durch Lehrgänge kennengelernt habe und man tauscht sich so regelmäßig aus und lernt voneinander und natürlich sind die Kameradschaftsabende am Lagerfeuer unübertroffen.



Was würdest du am THW verändern?
Erstmal muss ich sagen, dass ich das THW mag, wie es ist: eine Organisation, die jedem die Chance gibt, ein kleines Bisschen für die Allgemeinheit zurückzugeben und dabei viel zu lernen, was man im späteren Berufsleben und Privatleben gut gebrauchen kann. Trotzdem ist mir der Konkurrenzkampf zwischen THW und Feuerwehr ein Dorn imAuge. Ich denke, wir sind keine Konkurrenz und ergänzen uns gegenseitig sehr gut. Daher möchte ich in meiner Karriere beim THW die Kooperation weiter ausbauen.

Unser Autor (links) im Außeneinsatz.
Vielen Dank für das Interview!




Freitag, 24. März 2017

Arbeit bei der Polizei

100% Verlässlichkeit. Amelie Hlubek interviewte Stefan Weinmeister von der Polizeiinspektion Braunschweig.

Stefan Weinmeister, Polizei Braunschweig

Ehe ich zu den eigentlichen Fragen komme, vielleicht ein paar grundsätzliche Dinge zu der Polizei: Eine erste Grobgliederung ist die Unterteilung in Schutz- und Kriminalpolizei. Die Schutzpolizei wiederum ist in viele Bereiche untergliedert, zu ihr gehören die Bereitschaftspolizeien, die Wasserschutzpolizeien, die
Die Kriminalpolizei in Braunschweig gliedert sich in 6 Fachkommissariate (FK).
Das Fachkommissariat 1 ermittelt in Todes- und Vermisstensachen, bei Sexual- und Widerstandsdelikten, bei Bränden und Waffenverstößen und kümmert sich um das so genannte „Milieu“ rund um die Prostituierten.

Das FK 2 umfasst die Raubdelikte, die Einbrüche, die Betäubungsmitteldelikte, die von Personen über 18 begangen werden, die Straftaten rund um das Auto und kümmert sich um die Sachfahndung, also das Aufspüren von Gegenständen, die durch eine Straftat weggekommen sind.
Umwelt- und Beamtendelikte gehören zum Aufgabenbereich des FK 3. Weiterhin befassen sich die Beamten dort mit Wirtschaftsstraftaten und Betrug.
Das FK 4 befasst sich mit dem Staatsschutz und allen Straftaten die dem Links-, Rechts- oder Ausländerextremismus zugeordnet werden. Weiter findet sich auch hier der Bereich des Personenschutzes, falls so etwas für jemanden in Braunschweig notwendig werden würde.
der Jugendkriminalität befasst. Darüber hinaus gibt es drei Ermittlungsbereiche, die direkt der Leitung der Kriminalpolizei unterstellt sind. Hierbei handelt es sich um die Personenfahndung, das „Team Cyber Crime“ und die SoKo ZERM, die sich zentral mit der Flüchtlingskriminalität auseinandersetzt.

Das FK 5 beinhaltet den Kriminaldauerdienst zur Tatortaufnahme von Delikten, den Erkennungsdienst zur Spurensicherung und die Haftbefehlssammlung. Weiter werden hier die Kriminalakten verwaltet.
„Last but not least“ das FK 6, welches sich speziell mit Reiter- und Hundeführerstaffel und natürlich der Streifendienst. Die Kriminalpolizei befasst sich mit Ermittlungen zu bestimmten Kriminalitätsdelikten (an der Straftat orientiert) oder zu bestimmten kriminellen Personen (täterorientiert). 

Wie man erkennen kann, war ich nahezu 17 Jahre im FK 2, in den Bereichen Betäubungsmittel- und Kfz-Kriminalität tätig. Aus dieser Zeit nun die Antworten auf die gestellten Fragen.


Was muss man bei einem Einsatz alles dabeihaben?
Zunächst einmal gehört zur Grundausstattung die schusssichere Weste und die Pistole. Wir als Ermittler sind eigentlich immer in zivil unterwegs. Weiter empfiehlt es sich, das Funkgerät mitzuführen und ein Mobiltelefon für eventuelle Abklärungen vor Ort.
Natürlich benötigen wir die auszufüllenden Protokolle (Blanko-Formulare), ein Merkbuch und einen oder mehrere Kugelschreiber (falls mal einer ausfällt). Ferner brauchen wir Taschenlampen und Handschuhe, zum einen, damit wir uns bei Zugriffen nicht verletzen, aber auch Gummihandschuhe, um selbst keine Spuren am Tatort oder bei einer Durchsuchung zu legen. Wir benötigen Klemmleistenbeutel und Tüten in unterschiedlicher Größe, um Beweismittel sicher verpacken und mitnehmen zu können. Und je nach Einsatz kommen dann noch andere Dinge hinzu, die aber hier zu weit führen würden.


Was macht man wenn man nicht in einem Einsatz ist?
Die Arbeit des Ermittlers im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität findet zu einem großen Teil am Schreibtisch abseits von Observations- oder Durchsuchungseinsätzen statt. Hier findet zum Beispiel eine erste Bestimmung des Betäubungsmittels statt. Ferner müssen viele Berichte geschrieben und Zeugen oder Beschuldigte vernommen werden. Schließlich muss das Verfahren, wenn es nichts mehr zu ermitteln gibt, der Staatsanwaltschaft hier in Braunschweig übersandt werden. Dabei sind bestimmte Meldungen auch an andere Ämter, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsamt, zu schreiben.


Wie oft ist man bei einem Einsatz dabei?
Das variiert natürlich, je nachdem, was gerade zu observieren ist oder wie viel Durchsuchungsbeschlüsse das Amtsgericht erlassen hat. Grundsätzlich gehen wir mit vier Beamten zum Beispiel zu einer Durchsuchung. Bei Observationen müssen wir noch weit mehr sein.
Insgesamt arbeiten im Fachkommissariat 2.3 (Betäubungsmittel) zehn Mitarbeiter. So ungefähr kann man sagen, dass man einmal pro Woche zu einem Einsatz, Observation oder Durchsuchung, fährt.


Ist ihr Beruf sehr gefährlich?
Ja und nein. Grundsätzlich ist der Polizeiberuf risikoreicher als viele andere Berufe. Und häufig kam es in der Vergangenheit dazu, dass Polizeibeamte während des Dienstes angegriffen wurden. Wir werden aber genau für solche Situationen ausgebildet und sind dadurch etwas besser geschützt als wenn jemanden ein Angriff unvorhergesehen trifft. Als Ermittler in Sachen Betäubungsmittelkriminalität haben wir natürlich den Vorteil, dass wir bei unseren Einsätzen agieren und nicht reagieren müssen. Das unterscheidet uns von den Streifenpolizisten. Die kommen auf eine Situation zu und müssen blitzschnell reagieren. Wir dagegen agieren und unser Gegenüber kann nur noch reagieren. Es sieht dadurch manchmal etwas gefährlicher aus, als wenn wir zum Beispiel
eine Tür gewaltsam öffnen und laut „Polizei“ rufen, als Streifenpolizist lebt man aus meiner Sicht jedoch weitaus gefährlicher.


Mochten sie ihren Beruf?
Ich gehörte nicht zu den Kindern, die schon immer zur Polizei wollten. Nach Schulabschluss 1989 stellte sich mir die Frage, was ich denn so werden könnte. In dieser Zeit erinnerte ich mich an mein Schülerpraktikum in der 11. Klasse und dachte mir, versuche es doch einfach mal bei der Polizei, so schlecht war es dort auch nicht ;-). Nach kurzer Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass das genau "mein Ding" ist und habe meinen Entschluss nie bereut.


Hatten sie Angst vor einem Einsatz?
Ich war und bin vor jedem Einsatz natürlich etwas angespannt und konzentriert. Wir im Team überlegen uns viel mögliche Verläufe und Reaktionen von uns auf einen bestimmten Ablauf. Diese werden im Vorfeld abgesprochen. Dadurch ist es keine Angst, sondern eher eine konzentrierte Spannung. Aber, und auch das haben viele Einsätze gezeigt, meist kommt es anders
als man denkt …


Was muss man für Fähigkeiten haben, um Polizist/-in zu werden?
Die folgende Aufzählung ist bestimmt nicht abschließend und die Reihenfolge soll auch keine Wertung der Wichtigkeit sein.

Wichtig ist es, ein kommunikativer, offener Mensch mit einem Bauchgefühl für Gerechtigkeit zu ein. Man muss im Team arbeiten können und sich auf seinen Partner zu 100 % verlassen können. Und dieses muss ich meinem Partner auch gewährleisten. Ich muss eine schnelle Auffassungsgabe besitzen, damit ich schnell in Situationen agieren oder reagieren kann. Ich muss in der Lage sein, mich verständlich auszudrücken und mich dabei auch immer auf mein Gegenüber einstellen. Mit einem Rentner zum Beispiel muss ich anders sprechen als mit einem Jugendlichen. Ich muss bereit sein, Entscheidungen zu treffen und diese auch konsequent durchzusetzen. Schließlich muss sich bereit sein, anderen zu helfen und dabei unter Umständen sein Leben dafür zu riskieren.

Können sie uns von einem besonderen Einsatz erzählen, an den sie sich
erinnern können?

Besonders in Erinnerung bleiben immer die Einsätze, bei denen man nach zum Teil monatelanger Ermittlungsarbeit das „Okay“ für einen Zugriff oder eine Durchsuchung gibt und hofft, dass auch Beweismittel in der Menge gefunden werden, die man sich erhofft. Zumeist war ich in dieser Phase eben nicht vor Ort, sondern habe aus unseren Räumlichkeiten heraus die Maßnahmen koordiniert. Und die Wartezeit bis zur ersten Meldung, dass die Kollegen soweit unverletzt sind und tatsächlich etwas gefunden wurde, ist immer megaspannend gewesen. Und diese Spannung löste sich dann bald und schlug in Zufriedenheit über einen gelungenen Einsatz um. Diese Momente waren immer besonders und bleiben in Erinnerung. Einen einzelnen Einsatz besonders herauszuheben fällt, mir daher schwer.


Dienstag, 14. März 2017

Fantasy-Autor Greg Walters

WG als Vorbild. Justina Dai und Valea Elß im Gespräch mit dem Fantasy-Autor Greg Walters. Als Bonus: ein Gewinnspiel!

Greg Walters alias ???
Greg Walters wurde 1980 geboren - im selben Jahr wie ein am WG tätiger Lehrer, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht - und begann während seines Studiums, Fantasygeschichten zu schreiben. Sein erster - wie alle anderen unter Pseudonym - veröffentlichter Roman „Die Geheimnisse der Âlaburg“ hat sich mittlerweile mehr als 10.000 mal verkauft und eroberte die Amazon-Bestsellerlisten. Das Buch ist der Beginn einer Fantasyreihe aus vier Büchern, dessen Hauptfigur der junge Zauberer namens Leik ist. Der dritte Teil der Reihe wird im Frühjahr 2017 erscheinen.

Hier der Klappentext des ersten Buches:
Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten. Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich ...


Greg Walters' erster Roman.
Gab es eine entscheidende inspirierende Idee oder ein besonderes Ereignis , das Sie veranlasst hat, ihr erstes Buch zu verfassen?
Also, ich lese selber ziemlich gerne Jugendbücher, besonders Fantasy, wie etwa Harry Potter oder auch Percy Jackson. Aber immer, wenn ich ein Buch ausgelesen hatte, habe ich mich geärgert, dass es schon zu Ende war. Also beschloss ich, selbst ein Buch zu schreiben.

Warum schreiben Sie gerade eine Fantasy-Reihe?
Das kommt eben daher, dass ich selber gerne Fantasy lese. Außerdem würde es mir auch einfach keinen Spaß machen, etwas anderes zu schreiben, obwohl es natürlich vorteilhafter wäre, beispielsweise einen Thriller zu schreiben.

Gab es besondere Inspirationen für ihre Figuren?
Auf jeden Fall, aber meistens habe ich nur für Nebencharaktere besondere Inspiration gehabt. Da gab es zum Beispiel den zwergischen Magister auf der Universität. Bei diesem Charakter habe ich versucht, mir einen typischen jungen Lehrer vorzustellen, der irgendwie cool ist und den Schülern gefallen möchte. Seine Eigenschaft, sein Hemd immer halb aufgeknöpft zu tragen, habe ich von einem Freund von mir abgeschaut.

An der Universität gibt es fünf Verbindungen: Glaubensfest (die Verbindung der Menschen), Rischnarr (die Verbindung der Orks), Olsgendur (die Verbindung der Zwerge), Elbendingen (die Verbindung der Elben), das Weiße Haus (eine Verbindung für alle). Welcher Verbindung würden Sie am liebsten angehören?
Nun ja, da ich ein Mensch bin, natürlich zu Glaubensfest. Das Weiße Haus ist natürlich auch toll, aber sie sind eben die Außenseiter an der Uni.

Bei der Beschreibung der Universität fällt auf, dass diese viele Gemeinsamkeiten mit dem WG aufweist. Liege ich in der Vermutung richtig, dass Sie sich an dieser Stelle auf unsere Schule bezogen?
Auf jeden Fall! Gerade den Remter habe ich dem WG nachgemacht. Aber gerade diese Ähnlichkeiten machen die Universität so besonders, finde ich. Normalerweise ist vieles aus einem Fantasy-Roman ja eher fiktiv.

Wenn man eine Expedition zum Wald des Arellgebierges in „Die Geheimnisse der Âlaburg“ unternehmen möchte, was sollte man da mitnehmen und was sollte man da am besten anziehen?
Hm ... auf jeden Fall muss man sich ganz schön warm anziehen. Im Winter ist es schließlich sehr sehr kalt. Proviant ist auch super wichtig! Dann noch eine Waffe zum Kämpfen. Ach ja, und ein Reittier darf auch nicht fehlen. Es müsste dann aber vertrauenswürdig sein.

Wird der Name des Protagonisten Leik [leIk] oder Leik [laIk] ausgesprochen?
Ich persönlich spreche den Namen Leik [laIk] aus, finde aber, dass jeder persönlich entscheiden darf, wie man es ausspricht.

Welche Eigenschaft mögen Sie an der Hauptfigur „Leik“ besonders gern?
Leik ist sehr mutig und gibt nie auf, außerdem sind ihm enge Freundschaften wichtig, während er überhaupt kein Interesse an kommerziellen Dingen zeigt.

Wer ist ihr persönlicher Lieblingscharakter?
Besonders gern mag ich den besten Freund der Hauptfigur, den Zwerg Morlâ. Er ist so gewitzt! Und ich mag natürlich Leik!

Sie haben im Studium angefangen, Geschichten zu schreiben. Warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt?
Im Studium hatte ich viel Zeit. Deswegen habe ich viel gelesen und auch selbst viel geschrieben.

Bringen Sie ihre Bücher manchmal auch im Unterricht mit ein?
Nein, gar nicht. Ich bleibe lieber verdeckt.

Wie schaffen Sie es, neben der Tätigkeit als Lehrer noch Romane zu schreiben. Sie müssen in ihrer privaten Zeit doch auch noch Unterricht vorbereiten?
Für mich ist das Schreiben eine Art Hobby. Ich mache das schon seit zehn Jahren, und es hat bis jetzt ganz gut geklappt.

Greg Walters' neuer Titel.
Würden Sie ihren Beruf als Lehrer für eine hauptberufliche Autorenkarriere aufgeben?
Eine schwierige Frage! Also zunächst ist das finanziell gar nicht möglich. Und selbst wenn das möglich wäre, dann würde das für mich ein „Muss“ sein, zu schreiben. Ich wäre gezwungen zu schreiben, weil es dann mein Beruf und nicht mein Hobby wäre. Dazu wäre ich natürlich auch abhängig von den Kommentaren im Internet. Aber abgesehen davon, hätte ich gerne mehr Zeit zum Schreiben.

Können Sie schon einen Ausblick auf das dritte Buch ihrer Reihe geben?
Das ist schwierig, ohne zu spoilern. Auf jeden Fall wird es dramatischer und es wird sich viel verändern.

Haben Sie vor, noch eine neue Buchreihe anzufangen? Wenn ja, wovon könnte sie handeln?
Ein vierter Teil ist auf jeden Fall in Planung! Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, noch eine neue Reihe anzufangen. Es wird wahrscheinlich wieder in die Richtung Jugend-, Fantasybereich gehen. Ich habe sogar schon eine Idee, aber das soll eine Überraschung werden!


Gewinnspiel

Greg Walters stellt uns zwei Exemplare des Buches „Die Geheimnisse der Alaburg“ und einen Überraschungspreis zur Verfügung! Um an der Verlosung teilzunehmen, muss man die folgende Frage beantworten und die Antwort bis zum 30.04.2017 an redaktion.wgtarier@wilhelm-gym.net, Betreff: Gewinnspiel, schicken:

Unter welchem Namen kennt man Greg Walters am WG?




Sonntag, 19. Februar 2017

Jüdisches Museum Braunschweig

Religionsgeschichte hautnah. Justina Dai und Valea Elß über eine Exkursion ins Jüdische Museum Braunschweig.

Thoraschrein.
Synagogenkuppel.
Am 17.01.2017 war der Werte-und-Normen-Kurs in Jg. 9 im Jüdischen Museum an der Ägidienkirche. Eine Mitarbeiterin des Museums, Frau Siemsglüß, die auch unseren Workshop leitete, erklärte uns, dass dies ein Ort sei, an dem das Christentum das Judentum zusammenkämen, denn das Jüdische Museum befindet sich in einem ehmaligen Kloster.

Nachdem wir das Museum betreten und uns nahe der fast komplett erhaltenen Innenausstattung der Synagoge von Hornburg niedergelassen hatten, bekamen wir unsere erste Aufgabe: Wir sollten zu jedem Buchstaben des Wortes „Religion“ einen passenden Ausdruck formulieren. Nach der Auswertung wurden wir in der Ausstellung herumgeführt, durften Fragen stellen und lernten etwas über die Rituale und Feste des Judentums. Außerdem besprachen wir das Thema Judenverfolgung. Dazu erstellten wir ein Schaubild aus mehreren Stichpunkten, die wir unter die drei Hauptaspekte „Ausgrenzung“, „Identität“,und „Emanzipation“ gliederten. Zum Abschluss informierten wir uns in kleinen Gruppen über liberale beziehungsweise orthodoxe Juden und jüdische Einwanderer aus Russland. Wir lasen Texte und sammelten gemeinsam unsere Ergebnisse. Danach war der schöne Ausflug ins Jüdische Museum leider auch schon wieder vorbei.
Werte und Normen Jg. 9
Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, aber die Textarbeit hätte unserer Meinung nach etwas reduziert werden können. Jedoch sind wir uns einig, viel über das Judentum gelernt zu haben, da wir durch die ausgestellte Synagoge und die zahlreichen Ausstellungsstücke dessen Sitten und Bräuche hautnah erlebt haben.
*

Eine Woche später war auch der Werte-Normen-Kurs aus Jg. 6 im Jüdischen Museum, mit einem etwas kürzeren Programm. Hier Eindrücke einiger Schülerinnen und Schüler und Bilder vom Besuch:





Zum Schluss gab es koschere Gummibärchen: mit Fischgelantine.




Werte und Normen Jg. 6.
 



Kultur im Winter 2017

Abwechslungsreiches Programm. Iman Sibai berichtet von Kultur im Winter 2017

In der gut gefüllten Aula im Haupthaus zeigte unser WG auch in diesem Winter, was es kulturell zu bieten hat. Von Musik über Literatur, Kunst bis Theater war für jeden etwas dabei!
Nach einer originellen Einführung der Theater-AG von Frau Tscherwen ging es mit dem abwechslungsreichen Programm so richtig los. Musikalische Stücke auf Klavier, Saxophon, Querflöte und Akkordeon und sogar ein selbstkomponierter Rap wurden präsentiert. Die Sieger des Literatur-Wettbewerbs „Himmel, was hab ich getan!“ lasen ihre Krimis vor (alle Krimis:). Englische Sketche der AG von Frau Schröter wurden vorgeführt und Schüler aus dem 10. Jahrgang zeigten zwei Filme: zum ernsten Thema „Respekt“ und eine „Actionkomödie“ aus dem Kunstunterricht. Außerdem gab es in zwei Klassenräumen weitere Kunstobjekte aus dem Unterricht zu bestaunen.
Ach, übrigens: Die AG Licht- und Tontechnik war auch vertreten. Ohne sie hätten wir alle mit unseren Handytaschenlampen im Dunkeln gesessen und nichts gehört.
Mal wieder war es ein schön gestalteter Abend. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Bestimmt wird es im Sommer genauso toll werden!

Interviews

Alexander und Annetin, warum seid ihr hier?
Alexander: Ich wurde gefragt, ob ich hier etwas mit meinem Saxophon vorspielen mag.
Annetin: Ich habe auf der Bühne englische Sketche vorgeführt.

Wie war es für euch, auf der Bühne zu stehen?
Alexander: Eigentlich ist es nichts Besonderes. Ich spiele ja oft und bin es schon gewöhnt. Klar ist man ein wenig aufgeregt, aber das gehört dazu.
Annetin: Am Anfang war ein bisschen peinlich, nachdem ich gesprochen hatte, ging es wieder.

Würdest Du nochmal auftreten wollen und wenn ja, was würdest Du präsentieren?
Alexander: Vielleicht wieder Musik.
Annetin: Nee, mir fällt nichts ein…

*

Frau Schröter, warum sind Sie hier?
Ich führe ja die Leitung der AG „Sketches on Stage“, da muss man natürlich gucken, ob alles glatt läuft. Sonst wäre ich aber auch gekommen, weil es eine schulische Veranstaltung ist.

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Besonders gut hat mir der Auftakt der Theater-AG des Jahrgangs 5/6 gefallen. Das Stück auf dem Akkordeon fand ich aber auch sehr schön!

Wenn Sie etwas auf der Bühne präsentieren könnten, was wäre das?
Wahrscheinlich etwas mit mehreren Rollen, ich glaube, Theater wäre da am geeignetsten.


Sonntag, 12. Februar 2017

Jugend debattiert 2017

„Sehr sinnvoll“. Mia Angersbach und Sofia Vierling berichten über den Regionalverbundwettbewerb Jugend debattiert.

Qualifikationsdebatte Sek. II
Jugend debattiert ist ein Bundeswettbewerb, wo Schüler unterschiedlicher Schulen Stellung zu einem bestimmten Thema nehmen. In diesem Jahr wurde diese Themen debattiert:


Es gibt immer zwei Schüler, die jeweils dafür oder dagegen argumentieren und ihre Meinung einbringen. Außerdem gibt es eine Jury, die aus drei Juroren plus Zeitnehmer bestehen. Diese hören sich die 24 Minuten dauernde Debatte an und bewerten
  • Sachkenntnis,
  • Ausdrucksvermögen,
  • Gesprächsfähigkeit
  • und Überzeugungskraft.

Im Wettbewerbsbüro werden die Punkte gezählt.
Am 16. Januar fand am Wilhelm-Gymnasium der Regionalverbundwettbewerb 2017 statt. Wir waren dabei und haben einige Debattierenden interviewt.

Frederick, 14, Hoffmann-von-Fallersleben-Schule
Lorma, 13, Henriette-Breymann-Gesamtschule Wolfenbüttel
Julian, 18, Ludwig-Erhard-Schule Salzgitter


Wie bist du auf die Idee gekommen, hier teilzunehmen?
Frederick: Kein anderer wollte teilnehmen und mir macht so etwas Spaß.
Lorma: Ich wurde gefragt und es wurde mir empfohlen.
Julian: Lehrer haben es mir vorgeschlagen.


Was nimmst du mit?
Frederick: Erfahrung im Vorsprechen und die Art, zu formulieren.
Lorma: Kampfgeist und gute Redekünste.
Julian: Besser debatieren können und sich besser unterhalten können.

Wie lange debattierst du schon?
Frederick: Ich debattiere erst seit einem Monat.
Lorma: Seit dem 05.01.2017.
Julian: Seit zwei Wochen.

Wie fandest du die Themen?
Frederick: Ich fand sie angemessen.
Lorma: Nicht so gut.
Julian: Gut, da sie nah an der Realität waren.

Zu welchem Thema konntest du am besten Stellung nehmen?
Frederick: Das war das Thema „Sollen im Deutsch-Unterricht regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt werden?
Lorma: Sollen im Deutsch-Unterricht regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt werden?“ Da man nicht so viel Sachkenntnis benötigt
Julian: „Sollen die Zeiten, zu denen öffentliche Schwimmbäder ausschließlich Frauen offenstehen, ausgeweitet werden?“

Wie hast du dich vorbereitet?
Frederick: Ich habe recherchiert und mir wichtige Informationen notiert.
Lorma: Wir haben gute Argumente aufgeschrieben und in Gruppenarbeit gearbeitet.
Julian: Ich habe recherchiert und wir haben in Teamarbeit gearbeitet.

Wie findest du das Projekt?
Frederick: Es ist sehr gut und sollte gefördert werden.
Lorma: Sehr cool.
Julian: Sehr sinnvoll.

Wie hast du dich dabei gefühlt?
Frederick: Ich war sehr nervös.
Lorma: Ich war sehr aufgeregt.
Julian: Nervös, sicher und souverän.

Die Finalteilnehmer. Laurin Mayer (Sek. I, oben, 2. v. l.)  und Felicia Caplan (Sek. II, unten, 1. v. l.) vom WG haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.








Fotos: Kuttig
Weitere Informationen zum Wettbewerb Jugend debattiert.


Donnerstag, 19. Januar 2017

Weihnachtsterne fürs Altenheim

Freude machen! Jan-Marten Kleine-Besten berichtet von der Weihnachtsaktion des katholischen Religionskurses in Jg. 6 für das Altenheim St.Thomaehof

Religionskurs, katholisch, Jg. 6

Alles fing vor ein paar Wochen in einer Unterrichtsstunde des katholischen-Religionskurses des 6. Jahrgangs bei Frau Schultalbers an. Wir überlegten uns, was wir Weihnachtliches gestalten könnten. Es gab viele gute Ideen, z. B. dass wir alle einen Teil der Weihnachtsgeschichte auf ein Blatt abschreiben und dann bunt verzieren und am Ende die ganze Geschichte im Weihnachtsgottesdienst aufhängen könnten. Nach vielen Diskussionen gewann am Ende die Idee, etwas Gebasteltes für ein Altenheim zu gestalten. Aber es stellten sich trotzdem noch einige Fragen, z. B. was basteln wir genau? An welches Altenheim übergeben wir die Geschenke? Wie wollen wir den Bewohnern des Altenheims die Geschenke überreichen? Nach einer Woche waren auch diese Fragen geklärt. Es hatte die Idee gewonnen, dass wir einen Stern aus Holz verzieren und einen kleinen selbst erdachten Weihnachtstext anhängen.
Jetzt legten wir mit voller Energie mit dem Gestalten los! Als Erstes waren die kleinen Texte dran. Der ganze Kurs bekam von unserer Lehrerin Frau Schultalbers die Hausaufgabe auf, sich einen Text auszudenken. In der nächsten Stunde bekamen wir einen kleinen Bogen, auf dem weihnachtliche Symbole gedruckt waren und sich ein freier Platz für den selbst erdachten Text befand. Alle schrieben fleißig mit viel Freude und Fantasie. Für das Verzieren der Holzsterne nutzten wir verschiedene Materialien, z. B. Aufkleber, Perlen und Farbstifte. Es entstanden richtig kleine Kunstwerke, über die wir teilweise selbst überrascht waren. Die Sterne mit den angehängten Texten sahen toll aus!
Petros Tatsis verteilt die Sterne.
Petros Tatsis aus unserem Religionskurs überbrachte an einem Samstag im Advent die Sterne im Altenheim der Stiftung St. Thomaehof in Braunschweig. Petros berichtete uns, dass sich die Bewohner sehr über unsere Stern gefreut haben, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt. Durch diese Idee haben wir eine gute Zeit in unserem Religionskurs verbracht und konnten anderen Menschen eine Freude machen.